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Materialkunde

Kalbleder. Fein und besonders fest

KalblederKalbleder

Als Kälber werden männliche und weibliche Jungtiere von Rindern (Bovidae) bezeichnet, die das Alter von einem Jahr noch nicht erreicht haben und ein Gewicht von weniger als 150 Kilogramm aufweisen. Kalbleder wird aus der Haut von fast ausschließlich mit Milch genährten Kälbern gewonnen. Aus diesem Grund besitzen sie im Vergleich zu jenen, die bereits feste Nahrung erhalten, einen feineren Narben. Zu den Hauptanbietern zählen Bangladesch, Europa, Süd- und Nordamerika.

Die Eigenschaften von Kalbleder

Kalbleder weist ein gleichmäßiges, dichtes Narbenbild auf, das auf die eng aneinanderliegenden Haarporen zurückzuführen ist. Im Vergleich zum Hautbild ausgewachsener Rinder verteilen sich die Poren auf einer kleineren Fläche. Aus diesem Grunde ist Kalbleder qualitativ hochwertiger und wird bevorzugt für edle Lederwaren wie Accessoires, Bekleidung und Schuhe verwendet.

  • Aufgrund seines außergewöhnlich feinen Narbenbildes weist Kalbleder eine sehr gleichmäßige und glatte Struktur auf.
  • Ähnlich wie bei Rindleder ist Kalbleder wegen seiner langen und dicht ineinander verflochtenen Fasern dennoch reiß- und abriebfest. Es ist robust und strapazierbar und hält selbst starker Beanspruchung stand. Daraus gefertigte Produkte wie unsere Taschen, Geldbörsen und Schuhe sind deshalb äußerst langlebig.
  • Zudem ist Kalbleder dünn und leicht, weshalb es einen hohen Tragekomfort aufweist.

Außergewöhnlich und wertvoll: Boxcalf

Boxcalf stammt von Kälbern, die nicht älter als fünf oder sechs Monate sind. Boxcalf ist ausgesprochen geschmeidig und elastisch, dennoch reißfest und strapazierbar. Verwendet wird es bevorzugt im gehobenen Bekleidungssegment. Seine Vorzüge kommen insbesondere bei unseren Herrenschuhen, Taschen und Accessoires zur Geltung.

Pflegehinweis

Hochwertiges Leder benötigt nur wenig Pflege. Häufiges Tragen genügt, denn durch die Bewegung wird das Leder laufend gewalkt und es bleibt geschmeidig. Mit dem Gebrauch sowie durch Licht und Witterungseinflüsse verändern sich Farbe und Oberfläche des Leders: Mit der Zeit entsteht eine individuelle Patina, die gleichzeitig das Leder schützt und folglich nicht „ausgeputzt“ werden sollte.
Verschmutzungen können Sie mit einem angefeuchteten Schwamm und etwas Neutralseife säubern. Achten Sie darauf, dass das Leder nicht ganz durchfeuchtet. Danach sollten Sie die feuchte Stelle mit einem fusselfreien Tuch abreiben und trocknen lassen. Reiben Sie Rauleder nach dem Trocknen zusätzlich mit einer Kreppbürste ab. Das raut glatt gewordene Stellen wieder auf.

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