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Bewusster Konsum

Naturkosmetik. Zertifizierte Transparenz

Der Begriff Naturkosmetik wird international unterschiedlich verwendet und lässt sich nicht, wie oft angenommen wird, mit Biokosmetik gleichsetzen. Naturkosmetik heißt zunächst, dass die Inhaltsstoffe natürlichen, also pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Ursprungs sind. Halten die Produkte den strengen Kriterien führender Naturkosmetik-Siegel wie BDIH, NaTrue, Ecocert, ICADA- oder COSMOS-Standard stand, erhalten sie die Zertifizierung.

Stammen die Rohstoffe zudem zu über 95% aus kontrolliert biologischem Anbau, vergeben diese Organisationen das Biokosmetik-Siegel. Neben Inhaltsstoffen, Herstellung und Verpackung spielen sozial-ethische Aspekte und fairer Handel eine große Rolle.

Handmade in Scotland. The Edinburgh Natural Skincare Company

 „Natural means natural“ – wenn etwas als natürlich bezeichnet wird, dann muss es auch zu 100% natürlich sein. Dieser Grundsatz der Edinburgh Natural Skincare Company zieht sich konsequent durch alle Bereiche ihrer Produktion, von den verwendeten Rohstoffen bis hin zur Verpackung. So kommen nur reine, natürliche Inhaltsstoffe, möglichst aus der Region und in Bioqualität, in die Siedetöpfe. Die Seifen und Cremes, Lotionen und festes Parfüm werden zumeist in Papier, Glas und Döschen aus Blech verpackt. Und damit endlich auch Handcreme auf ihre Kunststofftube verzichten kann, entwickelten die Schotten in monatelanger Arbeit eine feste Handcreme. Ihre Basis ist Bienenwachs, das schon seit Jahrtausenden als natürlicher Konservierungsstoff und Stabilisator in der Körperpflege verwendet wird. Es verleiht der Handcreme eine solch feste Konsistenz, dass sie in einer kleinen Blechdose aufbewahrt werden kann.

Lichtgrün. Phyto-Wirkstoffkosmetik für Haut und Haar

Mit ihrem ganzheitlichen Ansatz steht die Phyto-Wirkstoffkosmetik von Lichtgrün für eine neue Generation wirksamer und verträglicher Hautpflege. Die innovativen Rezepturen entstehen unter Berücksichtigung der neuesten Erkenntnisse aus dem Forschungsbereich der Hautpflege und pflanzenbasierter Wirkstoffe. Grundlage sind naturbelassene Bio-Pflanzenöle und -extrakte sowie hochkonzentrierte pflanzenbasierte Wirkstoffe: Sie unterstützen das Potenzial der Haut, sich selbst zu regenerieren und zu schützen. Die Basis aller Produkte sind Goldenes Leinöl und Extrakte aus Goldenem Leinsamen sowie der Alpinen Steinrose. Prä- und Probiotika unterstützen das Mikrobiom der Haut und die eingesetzten Tenside sind sehr mild und frei von Sulfaten. Lichtgrün verwendet ausschließlich – für Haut und Umwelt – hochverträgliche Inhaltsstoffe und lässt die Produkte dermatologisch an sensibler Haut testen. Dank der hohen Qualität und Dosierung können sie lang anhaltende Effekte erzielen.

Beyer’s Oil. Naturkosmetik für Männer

Männerhaut. Der kleine Unterschied.

Männerhaut ist durchschnittlich etwa 20% dicker als Frauenhaut, Zeichen der Hautalterung wie kleine Fältchen zeigen sich oft erst später, dann aber auch deutlicher. Aufgrund der größeren Talgdrüsen und Poren neigt die Männerhaut auch zu einer erhöhten Talgproduktion. Vor allem aber setzt ihr die tägliche Rasur zu, denn dabei wird die oberste Hautschicht entfernt, sodass die Haut auf äußere Einflüsse empfindlicher reagieren kann. Auch das (kurze) Männerhaar hat andere Bedürfnisse als das der Frauen. Es benötigt meist mehr Feuchtigkeit statt reichhaltige Pflege, ein Feuchtigkeitsmangel beispielsweise kann sich in Schuppen äußern.

Deshalb stand bei der Entwicklung der Produkte von Beyer's Oil neben der Verwendung ausschließlich natürlicher Rohstoffe in Bio-Qualität auch der Duft im Fokus. Freunde und Barbiere stellten sich als Probanden zur Verfügung und entschieden: Eine zitronig-frische Note soll es sein. Eisenkraut (Zitronenverbene), Bergamotte und Lavendel verleihen nun Shampoo, Bartbalsam und -öl den angenehm frischen Duft. Beyer stellt alles selbst her, in Handarbeit in einem Berchtesgadener Kosmetikunternehmen. Auch das Design der Verpackung stammt aus eigener Hand.

Argand’Or. Naturkosmetik mit Arganöl

Einzig in der Arganeraie, dem Gebiet zwischen Atlantik, Hohem Atlas und Antiatlas im Südwesten Marokkos, wachsen die mittlerweile vom Aussterben bedrohten Arganbäume (Argania spinosa). Um sie zu schützen und die nachhaltige Herstellung von Arganöl mittels Steinmühlen und Handpressung zu unterstützen, hat die UNESCO 1998 die Arganeraie zum Biosphärenreservat erklärt und die traditionelle Herstellung des Arganöls auf die „Liste des dringend erhaltungsbedürftigen immateriellen Kulturerbes“ gesetzt. Argand’Or verwendet handgepresstes Arganöl von der UCFA (Union des Coopératives des Femmes de l’Arganeraie), einem Zusammenschluss von über 20 Frauenkooperativen, durch den die Einkommen der Berber-Familien gesichert und so die sozialen Strukturen und die einzigartige Kulturlandschaft der Arganbäume erhalten werden.

Bergland. Naturkosmetik aus dem Allgäu

Der bayerische Betrieb gehört zu den Pionieren unter den hiesigen Naturkosmetikherstellern. Dabei entstand die Firma – wie es in vielen Bereichen passiert – aus dem eigenen Mangelempfinden heraus: In den 1980er Jahren gab es nur sehr wenige Düfte und Pflegeprodukte, die auf Basis natürlicher Inhaltsstoffe und rein ätherischer Öle hergestellt wurden. Kurzerhand entschloss man sich, diese selbst zu produzieren. Die pflanzlichen Inhaltsstoffe stammen soweit möglich aus kontrolliert biologischem Anbau und aus der Region. Alle Produkte von Bergland sind vom BDIH (dem deutschen Bundesverband der Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und Körperpflegemittel e.V.) zertifiziert und erfüllen damit die Anforderungen an Bio- und Naturkosmetik.

Es wirkt. Stärkend und anregend

Naturkosmetik ist generell gut verträglich. Statt passiver Versorgung der Haut ist das Prinzip hier, die Eigenaktivität zu stärken, ihre Funktionen anzuregen, damit sie zum Gleichgewicht zurückfinden kann. Jede der im Produkt enthaltenen Substanzen trägt zur Wirkung bei, oftmals verstärkt deren Komposition ihre Wirksamkeit noch. Pflanzen- und Samenöle zum Beispiel enthalten neben ungesättigten Fettsäuren außerdem sekundäre Pflanzenwirkstoffe, die ihrerseits einiges können. Ganz ohne Konservierungsstoffe kommt auch die Naturkosmetik nicht aus, vor allem wasserhaltige Shampoos, Lotionen oder Cremes. Hier werden Stoffe verwendet, die es natürlicherweise gibt und die synthetisch nachgebaut werden können, wie Benzylalkohol und Sorbinsäure, oder ätherische Öle mit keimhemmender Wirkung, die streng genommen „konservieren“. Wir verzichten daher auf die Angabe „ohne Konservierungsstoffe“.

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