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Der Sessel als Solokünstler

Lange war der Sessel in heimischen Gefilden eher als Nebendarsteller zu Hause. Beigeordneter der omnipräsenten Sitzgruppe und selbstverständlich dazu passend, wie ein seiner Mitte beraubter Klon des dominanten Sofas. Diese Zeiten sind vorüber – zum Glück, möchten wir sagen. Weiterlesen

Der Sessel als Solokünstler

Lange war der Sessel in heimischen Gefilden eher als Nebendarsteller zu Hause. Beigeordneter der omnipräsenten Sitzgruppe und selbstverständlich dazu passend, wie ein seiner Mitte beraubter Klon des dominanten Sofas. Diese Zeiten sind vorüber – zum Glück, möchten wir sagen. Der Sessel hat sich emanzipiert, ist heute (wieder) Blickfang im Raum, solitäres Gestaltungselement und steht für individuellen Komfort statt geteilte Gemütlichkeit. Wir bei Manufactum setzen dabei – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes – auf zeitlose Klassiker statt schnelllebige Trends. Ob Sie wollen oder nicht: An diesen Sesseln bleiben Sie kleben.

Was ist eigentlich ein Sessel?

Ein Sessel kann unterschiedlichste Gestalten annehmen. Auch wenn sich im ersten Moment oft ein wuchtiger Ohrensessel mit dicker Polsterung vor das innere Auge schiebt – das Sitzmöbel ist alles andere als streng definiert. Selbst der Duden relativiert an allen Ecken und Enden, wenn er ihn als „mit Rückenlehne, gewöhnlich auch mit Armlehnen versehenes, meist weich gepolstertes, bequemes Sitzmöbel (für eine Person)“ proklamiert.

Geht man das Thema sprachhistorisch an, erfährt man, dass der Sessel erstmals im Althochdeutschen – genauer im 9. Jahrhundert n. Chr. – als „sezzal“ belegt ist, was sich wohl von „sizzen“ herleitet, was (wer hätte es gedacht) nichts anderes als Sitzen bedeutet. Der Stuhl hingegen tritt bereits hundert Jahre zuvor als „stuol“ auf den Plan und deutet sprachlich auf eine Verwandtschaft mit den Worten „stehen“ oder „stellen“ hin. Vergleichend betrachtet scheint der Sessel den Stuhl in Sachen Komfort demnach definitiv zu schlagen.

Verwirrend wird es allerdings, wenn man sich vor Augen führt, dass die Worte „Sessel“ und „Stuhl“ im österreichischen Sprachgebrauch annähernd vertauscht auftreten: Ein Sessel bezeichnet hier ein einfaches Sitzmöbel, das möglicherweise am Küchentisch zum Einsatz kommt, während der Stuhl, zum Beispiel als Lehnstuhl oder Schaukelstuhl, deutlich bequemer auftritt. Weich und gepolstert wird es bei unseren südlichen Nachbarn hingegen erst, wenn der „Fauteuil“ auf den Plan tritt.

Schaut man sich in der „Warenwunderwelt“ der Möbelhäuser und Versandhändler um, nimmt die Begriffsverwirrung nochmals eher zu als ab: Nicht einfach nur Sessel sind hier zu haben, in den Auslagen drängeln sich Fernsehsessel und Relaxsessel, flankiert von Clubsessel und Cocktailsessel. Haben die beiden Letzteren zumindest noch historische Vorbilder, an denen sie sich mehr oder minder detailliert orientieren, fragt man sich unweigerlich, welcher Sessel sich denn nicht zum Fernsehen und Relaxen – oder wie wir zu sagen pflegen: entspannen – eignen möge? Die Grenzen sind fließend und jeder definiert und spezifiziert hier nach eigenem Gusto. Wir verkaufen daher einfach nur Sessel oder Sessel mit Hocker. Wofür Sie die Stücke verwenden, überlassen wir ganz Ihnen. Wir sind sicher: Sie werden sich schon verständigen. Komfortabel wird Ihre Tätigkeit (oder der Mangel einer solchen) aber allemal ausfallen.

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Rückendeckung geben. Manufactum Sessel und ihre Materialien.

Während Sie die Füße hochlegen, sollte Ihr Sessel im besten Falle für Sie arbeiten. Strapazierbarkeit einerseits und Komfort andererseits gehen bei den Produkten im Manufactum Sortiment daher Hand in Hand. Hochwertige Hölzer, teils kunstvoll gebogen, oder flexible Konstruktionen aus Stahlrohr dienen als stabile und zugleich elastische Basis. Materialien wie kräftige, vollnarbige Leder, atmungsaktive Schurwolle und reißfester Hanf schaffen mit angenehmer Haptik und stützender Rückendeckung ideale Bedingungen für eine erholsame Rast. Ein sorbisches Sprichwort sagt: „Wer gut sitzt, der sucht keinen neuen Sessel“. Nicht weniger wollen wir erreichen.

Und damit Ihre Ledersessel Ihnen lange Freude machen, hier ein paar hilfreiche Pflegetipps:

  • Echtes Leder reagiert auf Sonneneinstrahlung. Wollen Sie Ihren Sessel vor Verblassen schützen, suchen Sie ihm ein schattiges Plätzchen.
  • Auch Heizungsluft kann dem Leder schaden, es über die Zeit austrocknen und brüchig werden lassen. Stellen Sie lederne Sitzmöbel daher am besten nicht direkt vor eine Heizung.
  • Je naturbelassener, desto empfindlicher und pflegebedürftiger ist Leder. Regelmäßige Pflege mit einem oder auch mit einem für Leder geeigneten Polierwachs verringert die Anfälligkeit für Schmutz und Kratzer.
  • Eine Patina gehört zu einem geliebten und gelebten Möbelstück jedoch einfach dazu. Wir finden sogar: Je älter ein Sessel aus Leder, desto schöner.

Ein Hinweis zum Schluss sei noch erlaubt – ein Hinweis, der die Notwendigkeit eines bequemen Sessels in ganz neues Licht rückt: Studien haben ergeben (und diesen hier schenken wir aufgrund ihrer Herkunft von den psychologischen Fakultäten in Harvard und Yale Glauben), dass eine eindeutige Wechselwirkung zwischen weichen Sitzmöbeln und weichherzigen Benutzern besteht. Wer hingegen hart zu sitzen kommt, neigt dazu, seinen Mitmenschen unnachgiebiger und unfreundlicher gegenüberzutreten. Sessel sind auf diese Weise betrachtet möbelgewordene Friedensstifter. Wenn das kein Kaufargument ist, wissen wir es auch nicht.

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