Manufactum LogoManufactum Logo

    Für die Herbstpflanzung. Blumenzwiebeln und Knollen

    Wer an Blumenzwiebeln denkt, hat zumeist den wohlbekannten bunten Flor von Tulpen, Hyazinthen und Narzissen im April und Mai vor Augen. Doch bringen Zwiebelgewächse nicht nur in diesem kurzen Zeitraum, sondern bereits von Ende Februar bis in den Sommer Farbe in den Garten. Wir bieten Ihnen eine breitgefächerte Auswahl an, von niedrigem wie hohem Wuchs, in vielerlei Farben und Formen, für große Flächen und kleine Nischen und teils auch zum Gewinnen von Schnittblumen.

    Eine Vielheit von Pflanzen also, die über das weithin Verbreitete hinaus dafür sorgt, daß sich der Wunsch erfüllt, den „Staudenpapst“ Karl Foerster seinem Blumenzwiebelbuch zur Einleitung mitgab – daß Gartenfreunde endlich einmal neugierig durch Gartenzäune blicken können, ohne daß lediglich das alte Gefühl eintrete: „Ach, das hab ich ja auch in meinem Garten – blüht bei mir etwas später, steht hier an warmer Hauswand.“

     

    Lieferung:
    Die Blumenzwiebeln werden ab September bis Mitte Dezember ausgeliefert und können eingepflanzt werden, solange der Boden offen ist. Wir bieten Ihnen die jeweils besten verfügbaren Qualitäten an.

    Die Größenangabe bezeichnet den Zwiebelumfang in Zentimeter (12/+ bedeutet 12 cm oder mehr).
    Bei den Tulpen und Narzissen befindet sich eine ausführliche Pflanzanleitung auf der Verpackung; bei allen anderen Arten stehen die notwendigen Angaben im Produkttext.


    Alle Jahre wieder. Langlebige Tulpen.

    Im Gegensatz zu Narzissen, die Jahr für Jahr üppigere Horste bilden, sind viele Tulpensorten eher kurzlebig. Schon Ende des 19. Jahrhunderts bemühten sich daher einige Gärtner um die Züchtung besonders langlebiger Sorten. Diese Tulpen stehen viele Jahre im Garten, sind vital, wüchsig und gesund. Zudem zeichnen sie sich durch große, haltbare Blüten auf stabilen Stielen mit kräftigen Farben aus. Sie finden hier eine Sortenauswahl, die aus dieser Züchtungsarbeit resultiert. Sortierung 12/+.


    Die Mischung macht’s. Gelungene Zusammenstellungen für Gefäße.

    Zahlreiche Zwiebelblumen – vor allem die eher niedrig wachsenden – eignen sich hervorragend für die Pflanzung in Gefäße. Die richtige Kombination vorausgesetzt, lassen sich mit ihnen ganz natürlich wirkende Pflanzsituationen wie in einem kleinen Beet schaffen – temporär, wenn die Zwiebeln danach herausgenommen und ausgepflanzt werden, oder auch für die nächsten Jahre.

    Wir haben einen echten Spezialisten, unseren langjährigen Blumenzwiebellieferanten, gebeten, für uns zwei Mischungen zu entwerfen, bei denen Wuchsform, Farbe und Blütezeit aufs beste miteinander harmonieren. Die Höhe der Pflanzen und die Anzahl der Zwiebeln sind in dieser Mischung auf unseren Tulpentopf abgestimmt.

     

    Blumenzwiebeln für Töpfe. Mischung 1.

    12 Stück Zwergtulpe 'Eastern Star' ( Tulipa humilis), 10 Stück Schneeglanz 'Blue Giant' (Chionodoxa forbesii) und 12 Stück Traubenhyazinthe 'White Magic' (Muscari aucheri).

    Blüte im April. Höhe 10–15 cm. Lieferung ohne Topf.


    Blumenzwiebeln für Töpfe. Mischung 2.

    8 Stück Gefüllte Narzisse ’Rip van Winkle‘, 12 Stück Sibirischer Blaustern (Scilla siberica) und 12 Stück Buschwindröschen ’White Splendour‘ (Anemone blanda).

    Blüte im März und April. Höhe 15–20 cm. Lieferung ohne Topf.


    Tulpe Greuze.

    Diese zu den einfachen, späten Tulpen gehörende Sorte wurde schon 1891 eingeführt und erfreut sich auch heute noch – so man diese sehr rare Tulpe überhaupt bekommen kann – großer Beliebheit, zeigt sie doch den ganzen Mai hindurch große violette bis dunkelpurpurfarbene Blüten, die sich in gemischten Beeten wunderbar kombinieren lassen. Die Blumen auf etwa 50 cm langen, dunklen Stielen eignen sich exzellent zum Schnitt; meist bilden sich mehrere Blüten aus einer Zwiebel. Die Sorte ist nach dem französischen Maler Jean-Baptiste Greuze benannt. Sortierung 12/+


    Zwergtulpe Alba Caerulea Oculata (Tulipa humilis).

    Diese kleine Kostbarkeit ist bestens in Gefäßen und im Steingarten aufgehoben, wo die milchweißen Blüten mit tintenblauer Mitte auch von nahem bewundert werden können. Die nur 12 cm hoch werdende Tulpe stammt aus dem Iran und wurde erst 1989 in Europa eingeführt. Sie blüht im April. Sortierung 5/+.


    Maureen Double.

    Diese gefüllt blühende Auslese der historischen Sorte Maureen zeigt den ganzen Mai über ein wunderschönes Farbenspiel: Die perlmuttweißen, gut gefüllten, großen Blütenbälle sind im Inneren vanillegelb, außen in schönem Kontrast dazu frischgrün geflammt. Mit einer Höhe von 50–60 cm ist sie eine vorzügliche Bereicherung großzügiger Bepflanzungen, mit allen Farben kombinierbar und zudem eine gute Schnittblume. Sortierung 14/+.


    Blaue winterharte Schmucklilie (Agapanthus-Headbourne-Hybriden).

    Schmucklilien sind stattliche Zwiebelpflanzen für Beet und Kübel, die aber nicht alle zuverlässig winterhart sind. Wir bieten deshalb schon seit einigen Jahren eine winterharte Auslese an (mit den klassischen blauen Blüten), die dauerhaft im Garten bleiben und dort mit den Jahren große Kolonien bilden kann – und nicht jährlich für die Überwinterung ausgegraben werden muß. Die großen Kugelblüten stehen auf bis zu 90 cm langen Stielen über sattgrünem Laub und zeigen ein im Garten seltenes, exquisites Reinblau.


    Gefülltühende Narzisse Manly.

    Diese herrlich duftende Narzisse überzeugt durch das zarte Farbenspiel der gefüllten großen Blüten ebenso wie mit Langlebigkeit und Robustheit. Bereits die auf kräftigen Stielen erscheinenden rundlichen Knospen sind beeindruckend; sie öffnen sich zwischen April und Mai zu üppigen Blüten mit phantastischer Fernwirkung: zartgelb mit goldfarbener Mitte. ’Manly‘ ist sehr anpassungsfähig und breitet sich im Laufe der Jahre in sonniger Lage, aber auch im Schatten gleichermaßen gut aus; wichtig ist nur, daß der Standort frühjahrshell ist. Trotz ihrer Größe sind die Blüten gut regenfest. Höhe 45–50 cm. Sortierung 12/14.



    Botanisches:

    Botanisch gesehen ist eine Zwiebel nichts anderes als ein verkürzter Sproß mit verdickten Blättern, die eine Knospe umhüllen. Der Sproß bildet die „Zwiebelscheibe“ und ist so stark gestaucht, daß die Abschnitte zwischen den Blättern sehr kurz sind. Sie stehen somit dicht an dicht und überlappen sich schuppenartig:
    So entsteht die typische Zwiebelform. Diese Blätter (die Zwiebelschalen) können keine Photosynthese betreiben, sondern dienen allein als Speicherorgan für Reservestoffe. BlumenzweibelnSie sind fleischig verdickt und bilden die Hauptmasse der Zwiebel.

    Die Außenhaut schützt die Zwiebel vor Austrocknung, ist gewöhnlich dünn und trocken und gibt den einzelnen Arten ihr typisches Aussehen: schuppig, schalig, glatt, glänzend oder matt. Im Innern befindet sich – als Fortsetzung der Zwiebelscheibe – die Knospe des Sprosses.

    Werden die Zwiebeln eingepflanzt, bilden sie am unteren Rand einfache Nebenwurzeln; ein verzweigtes Wurzelwerk gibt es bei Zwiebelpflanzen nicht. Eine Knolle ist in der Regel die verdickte Basis eines Sprosses. Sie ist meist flacher als eine Zwiebel und ohne eine ausgeprägte Spitze. Typische Knollenpflanzen sind Krokusse oder Alpenveilchen. Generell sind Zwiebeln und Knollen als unterirdische Pflanzenorgane definiert, in denen Nahrungsreserven gespeichert werden und mittels derer die Pflanze die ungünstige Zeit außerhalb ihrer Vegetationsperiode (z.B. Trockenheit oder Frost) überdauert. Und dies – das ist das ungewöhnliche – auch völlig trocken.

    Qualitätskriterien.
    Die Qualität von Zwiebeln und Knollen wird hauptsächlich durch die Größe angegeben; die natürlich nur innerhalb der gleichen Art oder sogar Sorte verglichen werden kann. Sie wird als Durchmesser in Zentimeter angegeben; gemessen an der breitesten Stelle und gleich nach der Ernte. 12/+ bedeutet zum Beispiel: "Durchmesser 12 cm und mehr". Alternativ gibt es Größenklassen ohne Angabe einer Maßeinheit.

    Größe I enthält dabei die beste Qualität – deren tatsächliches Maß aber jedes Jahr anders sein kann. Darüber hinaus ist es schwierig, allgemein gültige Kriterien zu nennen – dafür ist das Sortiment zu heterogen. Zum Beispiel sollten Zwiebeln, die üblicherweise fest und trocken sind (z.B. Tulpen), sich nicht weich anfühlen. Bei Alpenveilchen ist es hingegen normal, daß sich die Knollen eindrücken lassen.

     


    Krokus-Mischung (Crocus chrysanthus).

    Krokusse eignen sich hervorragend dazu – in kleinen Tuffs in eine Wiese gepflanzt –, zu großflächigen Kolonien zu verwildern und die Gartensaison mit bunten Blütenteppichen schon früh im Jahr (ab Februar) einzuläuten. Damit Sie nicht allzu lange auf dieses Erlebnis warten müssen, bieten wir Ihnen eine angemessen große Menge an, je 50 Stück der drei Sorten ’Cream Beauty‘, ’Blue Pearl‘ und ’Ard Schenk‘.


    Der passende Pflanzplatz.
    Blumenzwiebeln wirken am schönsten, wenn sie in kleineren Gruppen gepflanzt werden:
    Tulpen und Narzissen können gut zu fünft bis zehnt zusammenstehen, hohe Arten wie Kaiserkrone oder Zierlauch wirken in kleineren (Dreier-)Gruppen am schönsten. Wichtig ist, daß die Zwiebelblumen während ihres recht kurzen oberirdischen Vegetationszyklus von zwei bis drei Monaten – in denen sie austreiben, blühen, sich vermehren und genügend Reservestoffe für das nächste Jahr einlagern müssen – nicht unter Lichtmangel leiden. Ideale Nachbarn sind daher spätaustreibende Stauden wie Sonnenhut, Sonnenbraut oder Ziergräser an einem sonnigen Standort sowie Funkien, Astilben oder Silberkerzen für den Halbschatten. Typische Frühblüher des Waldes wie Buschwindröschen oder Hasenglöckchen stehen idealerweise unter laubabwerfenden Gehölzen, die erst dann mit ihrem Laub den Boden beschatten, wenn die Zwiebelblumen bereits eingezogen haben.


    Dichternarzisse Albus Plenus Odoratus (Narcissus poeticus).

    Seit 1860 ist diese schneeweiße, herrlich duftende, gefüllte Form der Dichternarzisse in Kultur. Sie blüht im Mai und wird etwa 30 cm hoch. Aufgrund der reinen Farbe ist sie mit fast allen Frühjahrsblühern kombinierbar und eignet sich auch für die Gefäßbepflanzung. Sie bevorzugt einen kühlen, etwas feuchteren Standort. Sortierung Größe I.


    Die nötige Düngung.
    Der beste Zeitpunkt, um Zwiebelblumen zu düngen, ist im September und Oktober, wenn die Zwiebeln nach der Sommerruhe neue Wurzeln treiben. Alternativ ist die Zeit von Februar bis März möglich, sobald sich erste grüne Spitzen zeigen. Für eine gute Festigkeit der Zwiebeln ist Kalium besonders wichtig, das in der Regel in normalen Gartenböden in ausreichenden Mengen vorkommt. Ist dies nicht der Fall, kann mit einem kalibetonten Dünger, mit Holzasche oder Beinwell-Jauche gedüngt werden. Ansonsten ist eine dünne Kompostschicht oder ein guter ausgewogener, organischer Dünger die beste Art der Düngung.


    Kretische Tulpe (Tulipa saxatilis).

    Diese auch als Felsentulpe bekannte griechische Wildart zeigt einen sehr schönen Farbkontrast: Die leuchtend rosafarbenen Blüten tragen im Zentrum einen goldgelben, weiß gerandeten Fleck und öffnen sich bei Sonnenschein zu einem bis 8 cm großen, eindrucksvollen Blütenstern. Die Tulpe wird 20–30 cm hoch, eignet sich außerordentlich gut zum Verwildern und besiedelt schnell größere Flächen. Sie blüht den ganzen April über. Sortierung Größe 7/+.


    Persische Tulpe (Tulipa clusiana).

    Diese Wildart ist nach dem berühmten Carolus Clusius benannt, der sich in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts als einer der ersten Botaniker systematisch mit Tulpen befaßte. Typisch sind die schmalen Blütenblätter und die eleganten, spitzen Blüten. Sie stammt ursprünglich aus Persien, wird in Westeuropa aber schon seit 1606 gezüchtet und ist inzwischen an vielen Stellen verwildert. Wir bieten die reine Art mit weißen, an den Außenseiten rotgefärbten Blüten an. Blüte von April bis Mai, Höhe etwa 25 cm. Sortierung Größe I.

    Die richtige Pflanztiefe.
    Sie ist abhängig von der Beschaffenheit des Bodens sowie der Größe der Zwiebel. Als Faustregel gilt, daß zwei- bis dreimal so tief gesetzt wird wie die Zwiebel hoch ist. Je sandiger der Boden, desto tiefer sollte gepflanzt werden, um ein Austrocknen der Zwiebeln zu verhindern.


    Buschwindröschen Royal Blue (Anemone Nemorosa).

    Das Buschwindröschen ist als Frühlingsbote im Garten unentbehrlich. Es eignet sich hervorragend als Frühblüher für halbschattige Plätze vor und zwischen Gehölzen. Über kriechende Rhizome breiten sich die Pflanzen allmählich aus. Diese Auslese des heimischen Buschwindröschens mit dem intensiv blauen Farbton ist ein seltenes Juwel, denn sie übertrifft alle Selektionen dieser Farbrichtung deutlich. Blüte von April bis Mai, Höhe etwa 25 cm. Sortierung Größe I. 


    Iranlauch Purple Sensation (Allium aflatunense).

    Zierlauche gehören mit ihrem recht hohen Wuchs und den weithin sichtbaren Blütenkugeln zu den eindrucksvollsten Zwiebelblumen – mit denen sich in gemischten Rabatten besonders attraktive Pflanzsituationen schaffen lassen. Sie bevorzugen einen nährstoffreichen Boden im Halbschatten. Diese Auslese besticht mit ihren großen, sehr kompakten und damit ungemein farbintensiven Blüten in leuchtendem Purpurviolett. Auf bis zu 80 cm langen Stielen halten sie den ganzen Mai hindurch. In der Abblüte zeigen sie durch die Bildung der Samen eine mehr und mehr grüne Färbung und sind später auch noch im trockenen Zustand zierend. Sortierung 14/+.


    Weitere Pflegemaßnahmen.
    Wichtig ist, das welkende Laub nicht zu früh zu entfernen – auch wenn es schon unansehnlich ist. Nach der Blüte beginnt nämlich für die Zwiebel die Zeit der Einlagerung von Reservestoffen für das nächste Frühjahr, und dies kann nur mit Hilfe der Photosynthese treibenden Blätter erfolgen. Erst wenn diese komplett gelb verfärbt und trocken sind, dürfen sie entfernt werden. Dies dauert in der Regel bis zu sechs Wochen, bei Narzissen sogar noch etwa zwei Wochen länger.


    Turkestan-Tulpe (Tulipa turkestanica).

    Diese in Zentralasien beheimatete, ungeheuer blühstarke Wildart eröffnet schon ab März die Tulpenblüte im Gartenjahr. Die cremeweißen, sternförmigen Blüten (bis zu 12 Stück pro Stiel!) haben eine goldgelbe Mitte mit schwarzen Staubgefäßen; die Außenseite ist zartviolett gestreift. Mit schmalen, graugrünen Blättern und schmückenden Samenständen. Die etwa 20 cm hohe Tulpe ist ausgesprochen unkompliziert und verwildert rasch zu größeren Beständen. Sortierung 7/+.


    Weisse Zwergtulpe (Tulipa polychroma).

    Mit ihrem süßen, fruchtigen Duft übertrifft diese seltene Tulpe alle anderen Wildarten. Obwohl „polychroma“ vielfarbig bedeutet, kann man sie eher als weißblühend bezeichnen, denn erst bei genauerem Hinsehen gewahrt man die grau-grünlich-violette Tönung der äußeren Blütenblätter und, wenn sich die Blüten bei Sonnenschein öffnen, eine gelbe Mitte. Eine mehrblütige, gut verwildernde Art für den Steingarten, die 15 cm Höhe erreicht und im März und April blüht. Sortierung 6/+.


    Dichternarzisse Ornatus (Narcissus poeticus).

    Sie ist der Inbegriff der Dichternarzisse und schon seit 1870 in Kultur. Von Frankreich aus gelangte sie in das Land der Narzissenliebhaber, nach England, wo sie rasch weite Verbreitung fand. Reinweiße Blüte ab Ende Mai mit der typischen kleinen, flachen Krone mit gelber Mitte und orangerotem, krausem Rand. Die Blume erreicht eine Höhe von etwa 35 cm und verströmt den angenehmen Poeticus- Duft. Dichternarzissen eignen sich, z.B. im Gras eines Obstgartens ausgepflanzt, besonders gut zum Verwildern. Sortierung Größe I.


    Schachbrettblume (Frittilaria meleagris).

    Diese auch als Kiebitzei bekannte Blume ist in weiten Teilen Europas heimisch und wurde schon 1573 als Gartenpflanze in Deutschland eingeführt. Heute gilt sie als stark gefährdet und ist in einigen Ländern vom Aussterben bedroht. Die schachbrettartig gemusterten Blüten erscheinen im April und hängen wie kleine Laternen an graugrünen, 30 cm hohen Stielen. Wir bieten eine wildartig anmutende Mischung in Violett und Weiß: Am zusagenden Standort (ein auch im Sommer nicht austrocknender Boden in Sonne oder Halbschatten) verwildern die Pflanzen rasch und versamen sich reichlich. Sortierung 6/+.


    Türkenbundlilie (Lilium martagon).

    „Der Türkenbund“ ist neben der Feuerlilie die zweite in Deutschland heimische Wildlilienart – und mit den großen, auffälligen Blütenständen zählt sie sicher zu den prachtvollsten Arten unserer Flora. Auch deshalb ist ihr Bestand (durch Pflücken und Ausgraben) inzwischen stark gefährdet; sie steht folgerichtig unter Naturschutz. Typisch sind die nickenden Blüten mit weit zurückgebogenen Blättern, die mit ihrer rundlichen Form an einen türkischen Turban erinnern. Die purpurrosafarbenen bis pflaumenvioletten Blüten zieren dunkle Tupfen und orangerote Staubbeutel; Blütezeit ist von Juni bis Juli.

    Die bis 1,2 m hohe Pflanze bevorzugt kühle Standorte im lichten Schatten von Laubgehölzen. Sie braucht etwas Zeit, bis sie sich etabliert hat, und blüht eventuell im ersten Standjahr noch nicht. Eingewachsene Lilien aber sind ausgesprochen langlebig, und eine mäßige Verwilderung ist möglich.
    Sortierung Größe I.


    Weinbergtulpe (Tulipa sylvestris).

    Die Weinbergstulpe ist seit römischer Zeit in Mitteleuropa verbreitet und siedelte sich bevorzugt an den trockenen, sonnigen Hängen der Weinberge an. Die gelben Blüten mit den spitz zulaufenden Kronblättern duften stark. Heute sind die Bestände stark dezimiert, in vielen Bundesländern steht die Weinbergstulpe inzwischen auf der Roten Liste. Sie wird etwa 30 cm hoch und blüht ab Ende April. Unter frühblühende Sträucher gepflanzt, ist sie gut zum Verwildern geeignet. Sortierung 5/+.


    Altai-Tulpe (Tulipa altaica).

    Das natürliche Verbreitungsgebiet dieser Wildtulpe reicht von Zentralasien bis in den sibirischen Raum; sie ist damit die am nördlichsten anzutreffende Tulpenart. Sie wurde 1825 in Europa eingeführt. Die hübschen goldgelben Blüten haben spitz zulaufende Blütenblätter, die an der Außenseite karminrot überlaufen sind. Blüte von April–Mai. Gut zum Verwildern und mit einer Höhe von etwa 30 cm auch für die Pflanzung in Töpfe geeignet. Sortierung 6/+.


    Duftende Wildnarzisse Plenus.

    Diese bemerkenswerte Wildnarzisse ist schon seit 1600 in Kultur. Sie hat einen ganz wunderbaren Duft, edel und köstlich, und blüht von April–Mai zuverlässig viele Wochen lang. Die goldgelben gefüllten Blüten sind wohlproportioniert und stehen auf festen Stielen. Sie bilden hübsche Blütenbälle, die aber nicht so schwer werden, daß sie bei Wind oder Regen stark herunterhängen oder gar abknicken. Mit den Jahren verwildert sie zu größeren, 30–40 cm hohen Beständen auf Wiesen oder unter Bäumen. Sortierung Größe 10/+.


    Blaue winterharte Schmucklilie.

    Schmucklilien sind stattliche Zwiebelpflanzen für Beet und Kübel, die aber nicht alle zuverlässig winterhart sind. Wir bieten deshalb eine winterharte Auslese an (mit den klassischen blauen Blüten), die dauerhaft im Garten bleiben, dort mit den Jahren große Kolonien bilden kann und nicht jährlich für die Überwinterung ausgegraben werden muß. Die Blütezeit ist sehr lang: Von Juni bis September werden immer wieder neue Blütenstiele gebildet. Wir bieten kräftige Freilandware in der Sortierung Größe I. Die großen Kugelblüten stehen auf bis zu 90 cm langen Stielen über sattgrünem Laub und zeigen ein im Garten seltenes, exquisites Reinblau.

    Kontakt

    Bestellung, Service & Beratung

    0848 - 830 400

    (Montag bis Freitag 8:00 - 19:00 Uhr)

    Newsletter

    Hier können Sie den wöchentlichen Manufactum Newsletter bestellen. Mit dem Newsletter erhalten Sie unsere Angebote schon vor Erscheinen der gedruckten Kataloge und bisweilen auch spezielle Sonderangebote.

    Lieferung & Zahlung

    • Rechnung
    • Vorkasse
    • Kreditkarte Visa Mastercard
    • Sonderbestellungen
    • Ersatzteilservice
    • Persönliche Produktberatung
    Manufactum Schweiz - Industriestr. 19 - CH–8112 Otelfingen - Telefon 0848-830 400 - Fax 0848-830 401