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Wurmkiste Lärchenholz

Wurmkiste Lärchenholz
Wurmkiste Lärchenholz
CHF 617.00alle Preise inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
vorrätig, Lieferung in 4-5 Tagen

Produktinformation

Artikelnummer 17086

Korpus aus geöltem Lärchenholz (Materialstärke 2 cm), Kisteneinsatz (grün) und Schubladeneinsatz (grau) aus Kunststoff, Abdeckmatte (1 Stück) aus Hanffaser. Mit Ablasshahn. 4 Rollen mit weicher Lauffläche aus Gummi sind montiert (für Parkett und Fliesen geeignet). 1 Beutel Kalk-Gesteinsmehl liegt außerdem bei.
Breite 44,3 cm, Höhe 48 cm (ohne Rollen 41 cm), Tiefe 34 cm. Gewicht 6 kg.

Allgemeine Informationen

Komplettlieferung.

In dieser Ausführung ist die Wurmkiste direkt einsatzbereit. Ein Beutel Kalk-Gesteinsmehl wird mitgeliefert, von dem etwa jede 3. Woche ein Esslöffel voll gegeben werden sollte, um die Würmer mit den notwendigen mineralischen Nährstoffen zu versorgen. Beachten Sie bitte, dass Sie die Würmer separat bestellen müssen.

Zahlen, bitte! Das große Ganze.

Wir sind ein Land von Mülltrennern, und das ist gut so. Welche Lernkurve der Durchschnittsdeutsche in den letzten Jahren dabei zurückgelegt hat, bemerkt er spätestens, wenn er einmal in die Lage gerät, einem ausländischen, womöglich gar außereuropäischen Gast die mitunter recht komplizierten Feinheiten zwischen Glas, Bio, Gelbem Sack und Restmüll im Detail zu erläutern. Und doch dürfte ein großer Teil der eifrig müllsammelnden und müllsortierenden Mitmenschen erstaunt sein, wie groß der Anteil des Biomülls im sogenannten „Siedlungsmüllaufkommen“ ist: Er beträgt, so erläutert das Bundesamt für Umwelt, Naturschutz, Bau und Umweltsicherheit, 30–40%. Seit dem 1. Januar 2015 schreibt nun das Kreislaufwirtschaftsgesetz in Deutschland die gesonderte Sammlung von Biomüll vor. Die Städte und Gemeinden reagierten bereits vorher mit Aufbau und Betrieb entsprechender Anlagen, und so wurden bereits im Vorjahr 13,5 Millionen Tonnen biologisch abbaubare Abfälle kompostiert beziehungsweise zu Biogas verarbeitet. 4,6 Millionen Tonnen davon stammten aus Biotonnen, in denen haushaltsübliche Küchenabfälle gesammelt wurden – 57 kg pro Person. Das kostet, so sinnvoll es ist, und macht sich vielerorts auch in steigenden Abfuhrgebühren bemerkbar. Denn um all dies bewerkstelligen zu können, standen schon 2014 bundesweit 236 Bioabfallkompostierungsanlagen, 648 Grünabfallkompostierungsanlagen und 1386 Vergärungsanlagen zur Verfügung. Nicht zu vergessen die bundesamtlich nicht einmal erwähnte Flotte von Lastkraftwagen, die den Biomüll der Privathaushalte kostenintensiv sammelt und dorthin transportiert. Ein solches Kreislaufsystem ist natürlich begrüßenswert, geht aber nur einen ersten Schritt. Der nächste muss die Müllvermeidung sein, wie sie insbesondere in den Abfallbereichen von Rest-, Kunststoff- und Verpackungsmüll ja auch gefordert und angestrebt wird.
Beim Biomüll stellt sich die Sache etwas anders dar. Verhindern sollte man ihn wohl allein in dem Sinne, dass man frische Lebensmittel tatsächlich auch verbrauchen und nicht ungenutzt wegwerfen sollte. Denn frische Lebensmittel sind es ja gerade, die Kunststoff- und Verpackungsmüll vermeiden, von ihren Vorteilen für eine gesunde Ernährung ganz zu schweigen. Und ihre Reste sind wertvoller Rohstoff, kein kostspieliger Müll – zu dem werden sie erst, wenn sie Wohnung, Haus oder Grundstück über ein teuer bezahltes Kreislaufsystem verlassen.

Kleiner denken. Die Wurmkiste.

Um das zu verhindern, muss man die Dimensionen der Millionen und der Tausender, der Tonnen und der Kilogramm verlassen. Den Weg zum Ziel weist Eisenia foetida. Eisenia foetida (vulgo: der Kompostwurm) ist nur wenige Zentimeter lang, hat ein Gewicht von ca. 0,4 g und ist ein hungriger Bursche. Der an der Universität für Bodenkultur Wien zum Agrarwissenschaftler ausgebildete David Witzeneder empfiehlt ihn als Haustier, und er hat gute Gründe dafür. Gemeinsam mit seinem Bruder hat er in den letzten Jahren die „Wurmkiste“ entwickelt und optimiert. Die Wurmkiste ist gewissermaßen ein kleines Unternehmen der Bioabfall-verarbeitenden Branche aus lauter „Teamplayern“ und „High-Performern“, das in überraschend kurzer Zeit Bioabfall in hochwertigen Pflanzenkompost verwandelt. Und mehr noch: Es kann, um im Bild zu bleiben, mitten im Wohngebiet platziert werden, denn eine gut abgestimmte Wurmkiste duftet bestenfalls in unmittelbarer Nähe ein wenig nach Waldboden oder Blumenerde – der Wurm ist schneller als die Zersetzungsprozesse, die zu Fäulnis und Geruchsbildung führen könnten. Witzeneder hat seine Wurmkiste schließlich für die Wohnung oder den Balkon konzipiert – genau hier kann sie, gewissermaßen am Entstehungsort des Problems, Bioabfälle verwerten.

Wie es funktioniert.

Die Wurmkiste besteht aus einem Quader von 44 x 48 x 34 cm Kantenlänge aus geölter Lärche und hat am oberen Rand umlaufende Löcher, die für eine ausreichende Luftzirkulation sorgen (und um die an dieser Stelle erwartbare Frage mit zu beantworten: Nein, Eisenia foetida nimmt diese nicht als Schlupfloch, solange er verwertbares Futter findet – ein Ausgang ist ihm ohnehin verwehrt, da die Löcher von innen mit einem luftdurchlässigen Vlies verschlossen sind). In diese Kiste wird ein Anfangsbesatz von ca. 700 Würmern angesiedelt, entsprechend etwa 200 g Lebendmasse. Die mit kleingeschnittenem Bioabfall gefütterten Würmer tun ihr Werk unter einer Hanfmatte, die die Feuchtigkeit in der Kiste hält. Jeder einzelne von ihnen verdaut dabei täglich etwa die Hälfte seines Eigengewichts, also am Anfang etwa 100 g Bioabfall. Die Population verdoppelt sich jedoch in optimaler Umgebung alle 90 Tage, so dass nach 3 Monaten 200 und nach einem halben Jahr 400 g Bioabfall verarbeitet werden – von nun an bleibt die Population stabil bei einer Größenordnung von ca. 2000 Würmern. Am besten funktioniert es nun, wenn diese täglich mit einer frischen Deckschicht von 2-4 cm Höhe „gefüttert“ werden (wobei sie durchaus einmal ein paar Abwesenheitstage Diät halten können). Das entspricht in etwa der Menge, die bei einem Haushalt von 2–3 Personen anfällt.

Die Ernte. Blumenerde und „Wurmtee“.

Wenn die Kiste unter „Volllast“ arbeitet, kann zweimal jährlich jeweils etwa 24 kg hochwertiger Wurmhumus geerntet werden, und da der Kompostwurm sich nachvollziehbarerweise dort aufhält, wo noch frische Nahrung zu finden ist, geht das, ohne die bestehende Wurmpopulation ernsthaft zu beeinträchtigen. Aber schon von Anfang an und dauerhaft in kürzeren Abständen liefert die Wurmkiste „Wurmtee“. Die Feuchtigkeit der Bioreste sammelt sich, nachdem sie den schon bestehenden Kompost durchlaufen und dabei wertvolle Mineralien aufgenommen hat, in einer herausnehmbaren Schale ganz unten in der Wurmkiste – ein hervorragender Flüssigdünger z.B. für Zimmer- und Balkonpflanzen.

Noch einmal: Das große Ganze.

Was an dieser Stelle skizzenhaft zum Start und Betrieb der Wurmkiste zu lesen ist, erläutern die Macher der „Wurmkiste“ in einer beiliegenden Anleitung und auch im Internet unter www.wurmkiste.at in allen Details und mit zahlreichen Ratschlägen. Dort findet sich auch die Aufzeichnung eines Vortrags, den David Witzeneder bei der internationalen TED-Konferenz über die Wurmkiste und die Perspektive der Biorest-Umwandlung vor Ort gehalten hat. Er erläutert dabei in englischer Sprache das eingangs für Deutschland durchgespielte Zahlenwerk am Beispiel der Stadt Wien und zeigt dabei das große Potential, das eine Vorort-Verarbeitung von Lebensmittelabfällen – sei es als Vermeidung, sei es als Verminderung von Bioabfällen – gerade in großstädtischen Regionen haben kann. Dank Eisenia foetida.

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