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Frühapfel 'Jakob Fischer'

Frühapfel 'Jakob Fischer'
Frühapfel 'Jakob Fischer'
CHF 50.00alle Preise inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
vorrätig, Lieferung in 2-3 Wochen

Allgemeine Informationen

Frucht:

Groß bis sehr groß. Gelbe Grundfarbe, sonnenseits leuchtend rot, blauviolett bereift. Weiß-grünliches, sehr saftiges Fleisch von hocharomatischem, süß-fruchtigem, weinsäuerlichem Geschmack. Pflückreif Anfang bis Mitte September, etwa vier Wochen lagerbar.

Baum:

Stark bis sehr stark wachsend; breit-pyramidale Krone mit langen, überhängenden Trieben. Früher Flor; Ertrag früh einsetzend, regelmäßig und hoch. Sehr gesund; widerstandsfähig gegen Schorf, Mehltau und Holzfrost, auf schweren Böden krebsanfällig.

Standortansprüche:

Gering, gerade für höhere Lagen (bis 600 m) mit rauhem Klima sehr empfehlenswert.

Beste Befruchtersorten:

Alkmene, Berlepsch, Goldparmäne, James Grieve.

Alte Obstsorten und Wildobst.

Wir wissen: Nicht jede moderne Obstsorte ist schlechter als eine alte, und nicht jede alte Sorte ist per se gut. Wenn jedoch heute im Handelseinerlei die Qualität einer Sorte an Transport- und Lagerfähigkeit oder auch Einförmigkeit der Früchte gemessen wird, möchten wir lieber Kriterien wie Geschmack, Vielfalt und Eignung zur Selbstversorgung anwenden. Bei uns finden Sie ein Sortiment alter, wohlschmeckender und bewährter Obstsorten, teils echte Raritäten, aber auch früher weitverbreitete und Kennern durchaus bekannte Sorten.
Ebenfalls bieten wir eine Auswahl heimischer Wildobstarten an. Diese robusten, in der Regel recht anspruchslosen Bäume und Sträucher liefern vielfältig nutzbare Früchte für zum Teil ungewöhnliche Geschmackserlebnisse. Darüber hinaus sind sie Bienenweide und Vogelnährgehölz und – wegen der meist überreichen Blütenfülle im Frühjahr – von hohem Zierwert.

Uralt: „Urobst“. Pflegeleichtes Wildobst­ für den Hausgarten.

Im Gegensatz zu den „alten Obstsorten“ – in der Regel Züchtungen aus dem 19. Jahrhundert – ist das sogenannte Urobst oft einige Jahrhunderte älter. Es sind spontan in der Natur entstandene, hoch aromatische Wild­obstformen, die – nicht veredelt, sondern auf der ­eigenen Wurzel stehend – besonders robust, ­gesund und am richtigen Standort so gut wie pflegefrei sind.
Die Pflanzen werden im Garten genauso behandelt wie Wildgehölze: In den beiden ­ersten Jahren ist eine gewisse Pflege nötig, danach fallen aber kaum noch Arbeiten an. Da sie wildwachsend und gesund in freier Natur vorkommen, haben sie eine natürliche Auslese hinter sich und müssen beachtliche Resistenzen und Vitalität besitzen. Diese Pflanzen sind damit weit widerstandsfähiger gegen Krankheiten, Nährstoffmangel, Trockenheit oder Frost als viele neugezüchtete Sorten.

Von Halb- und Hochstämmen – die Terminologie der Baumschule.

Alle Kultursorten von Obstbäumen entstehen durch das Aufpfropfen einer Sorte auf eine fremde Wurzel, die sogenannte Unterlage. Dieses Verfahren (die Veredelung) ist unumgänglich, da nur durch diese vegetative Vermehrung ein sortenechter Nachkomme ­gezogen werden kann. Die Veredelung erlaubt dem Baumschuler zudem durch die Wahl der Unterlage, neben der Sorte auch die Wuchsform des Baumes festzulegen. Die Stammhöhe (gemessen vom Boden bis zum untersten Kronen­ast) verändert sich zeitlebens kaum mehr, der Baum wächst nur an den Endknospen weiter.

Hochstamm.
Die ursprüngliche Wuchsform vieler alter Kultursorten auf den Streu­obst­wiesen; aufgrund der Stamm­höhe von 1,6 bis 1,8 m erlaubt sie eine zusätzliche Grün­landnutzung auf derselben Flä­che. Hochstämme sind ihrer majestätischen Größe ­wegen als Lebensraum für Vögel und Insekten von be­­sonderem ökolo­gischem Wert und in der Lage, Schatten zu spenden. Sie sind aber auch schwieriger zu pflegen und zu beernten als kleinere Baumformen und benötigen im ausgewachsenen Zustand eine Fläche von 70 bis 80 qm.

Halbstamm.
Der Halbstamm steht dem Hochstamm in Kronen­breite und Wuchs in nichts nach, jedoch ist sein Stamm nur ­1–1,2 m hoch, wodurch die ­Krone leichter zu erreichen ist. Durch Ab­schnei­den der unteren Kronen­äste kann ein Halbstamm nach und nach zu einem Hochstamm erzogen werden.

Die Hoch- und Halbstämme liefern wir als kräftige, vier- bis fünf­jährige Pflanzen. Die erste Ernte ist ­– ­richtige Pflege vorausgesetzt – etwa vier Jahre nach der Pflanzung zu erwarten. Dies kann natürlich nur ein Anhaltspunkt sein; die erste Ernte kann, bedingt durch Sortenwahl oder Umwelteinflüsse, Jahre früher oder später eintreten. Halb- und Hochstämme sind bei guter Pflege ausgesprochen langlebig: Äpfel und Quitten können bis 50, Birnen sogar 100 Jahre alt werden.

Buschbaum.
Ein Buschbaum empfiehlt sich, wenn der Platz im Garten knapp ist. Das Edelreis ­(die Sorte) ist hier auf eine schwachwachsende Unterlage veredelt, die Bäume werden nur etwa 3 m hoch bei einem Platzbedarf von ­12 bis 16 qm. Zudem tragen sie schon nach wenigen Jahren, werden in der Regel aber nur 15–20 Jahre alt.

Pflanzabstand Halb- und Hoch­stämme (und Buschbäume).
Äpfel 6–8 m
Birnen 5–7 m
­Süß­kirschen 6–9 m
­Pflaumen 4–6 m
Quitten 4–5 m (2–3 m).

Befruchtungsverhältnisse.
Einige der wichtigsten Obstarten ­(Äpfel, Birnen, Süßkirschen und andere) ­befruchten sich nicht selbst, sondern benötigen zur Fruchtbildung einen guten Pollen­spender in der Nachbarschaft (max. 200 m entfernt). Da die örtlichen Verhältnisse diesbezüglich oft schwer einschätzbar sind, kann es vorkommen, dass ein Obstbaum trotz ­Blüte ­keine Früchte trägt. Sie können dann (sofern die Platzverhältnisse das zulassen) eine geeignete Befruchtersorte in die Nähe pflanzen oder – unter beengten Verhältnissen die eleganteste Methode – eine Befruchtersorte in die Krone des Baumes hineinveredeln (lassen).

Anmerkung zur Standortwahl.
Viele Böden in Deutschland sind ohne boden­verbessernde Maßnahmen (Kalkung) zu sauer für ­anspruchsvolle Obstgehölze. Erkundigen Sie sich im Zweifelsfall bei den örtlichen Gartenbauver­einen, oder geben Sie selbst eine Bodenunter­suchung in ­Auftrag.

Äpfel (Malus domestica).

Unsere heutigen Sorten des Kulturapfels Malus domestica stammen vermutlich direkt vom Asiatischen Kulturapfel Malus sieversii ab. Hierzulande wurde der Apfel ab dem Mittelalter züchterisch bearbeitet; im 19. Jahrhundert kam dann die Sortenkunde (Pomologie) zu ihrer Blüte. Vor allem in Deutschland und Frankreich entstanden umfangreiche Bücher, darunter reich bebilderte, kunstvolle Werke. Die Autoren (Pomologen) züchteten auch selbst, beurteilten und selektierten und widmeten sich der Systematik und Namensgebung. Heute sind viele der historischen Sorten vom Markt verschwunden, da sie den EU-Normen nicht entsprechen, obwohl sie sich ausgezeichnet für den Hausgarten eignen und von hervorragendem Geschmack sind. Einige bieten wir in unserem Sortiment an. Die Bäume werden etwa 5 m hoch.

Hinweis:

Hervorragende, nicht alternierende Frühherbstsorte für den Hausgarten und den Streuobstanbau, auch in rauhen, hohen Lagen. Bisweilen selbstfruchtbar.

Lieferhinweis:

Die Gehölze werden ohne Erde (Containerpflanzen mit Erde) in Kartons verpackt und die Wurzeln mit feuchtem Stroh vor dem Austrocknen geschützt. Die Bäume können nach der Lieferung bei kühlem Wetter noch einige Tage in der geöffneten Verpackung bleiben; besser ist es, sie in Erde einzuschlagen. Bitte beachten Sie, dass das empfindliche Feinwurzelwerk auf keinen Fall austrocknen darf. Die Hochstämme kommen in einer Umverpackung aus Pappe und Folie; die Wurzeln sind in feuchtes Stroh eingeschlagen.
Jeder Lieferung liegt eine ausführliche Pflanzanleitung bei. Falls die Mengen, die wir von unserer Baumschule erhalten, nicht ausreichen, werden wir Sie über den zu erwartenden Lieferzeitpunkt informieren.

Pflanzanleitung

Produktinformation

Artikelnummer 42694

Ein Apfel mit Geschichte: 1903 entdeckte Jakob Fischer in Rottum in Oberschwaben ein wildwachsendes Apfelbäumchen, das er in seinen Garten verpflanzte. 1912 trug der Baum die ersten Früchte, 1914 wurden einige Äpfel den Experten des Württembergischen Gärtnereiverbandes vorgelegt, die zahlreichen günstigen Eigenschaften dieser Sorte erkannt und sie nach ihrem Entdecker benannt. Sie entwickelte sich zu einer vielseitigen Standardsorte im Königreich Württemberg – 1998 wurde sie zur Streuobstsorte des Jahres gewählt. Der Apfel ist auch als ’Schöner vom Oberland‘ bekannt.

Kundenbewertungen

(2)
17.10.2019, Anonym

sehr schöne und gut schmeckende Früchte

Ich habe diesen Baum 2012 gepflanzt und dieses Jahr die erste größere Ernte (einen Eimer voll). Die Äpfel sind früh reif, sehr groß und schön und frisch sehr gut schmeckend. Nicht geeignet zum Lagern, da sie schnell mehlig werden. Der Baum wächst zügig und benötigt nur wenig Korrektur-Schnitt.

30.08.2014, Anonym

Wunderbarer Frühapfel

Der Jakob-Fischer hat sich in meinem Garten sehr gur entwickelt und trägt als Hochstamm schon in jungen Jahren sehr gut. Die Früchte geraten bei mir eher "sehr groß" und haben sich als recht robust bewiesen. Frich vom Baum ein Genuss, gut geeignet für Chutneys und Beignets. Gute und reichliche Saftausbeute, kein Mostapfel. Wurde zur Lieblingssorte meiner Frau.

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