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Gartenjahr

Stauden teilen und umpflanzen

Mit Ausnahme der gerade blühenden und der späten Herbststauden können zu dicht stehende oder überalterte Staudenhorste jetzt geteilt und an einen neuen Standort gepflanzt werden. Ein typisches Zeichen für Überalterung ist, daß die neuen Triebe hauptsächlich am Rand gebildet werden und die Staude innen verkahlt; zudem lassen Blühleistung und Wüchsigkeit nach.

Es wird benötigt:

  1. Werkzeug: Grabegabel, Schaufel, Spaten oder Messer, Schere mit kurzen Klingen („Rosenschere“), Pflanzhacke oder -spaten.
  2. Zubehör: Sammelgefäß für Steine oder Unkraut, Feinkompostierer oder Durchwurfsieb, Gießkanne, Arbeitshandschuhe, reifer Kompost, Hornspäne oder anderer organischer Dünger.

Anleitung

  • Die oberirdischen Pflanzenteile kurz über dem Boden abschneiden.
  • Die Staude mit einer Grabegabel vorsichtig aufnehmen und die lose Erde von den Wurzeln schütteln.
  • Große und fest verwachsene Wurzelballen mit einem Spaten teilen; bei kleineren Pflanzen eignet sich besser ein Messer. Flach- oder lockerwüchsige Wurzelballen (zum Beispiel von Staudensonnenblumen) einfach mit den Händen auseinanderziehen.
  • Dabei Wurzelunkräuter wie Giersch oder Quecke sorgfältig aus dem Ballen entfernen, damit sie nicht mit den neu gepflanzten Stauden im Garten vermehrt werden. Am besten über die Biotonne entsorgen.
  • Die Wurzeln der Stauden mit Schere oder Messer einkürzen – dies regt in der Regel ein verstärktes, neues Wachstum an.
  • Eine Hälfte (oder bei großen Horsten ein Teilstück) der Staude zusammen mit etwas reifem, am besten gesiebtem Kompost, Hornspänen oder einem anderen organischen Dünger wieder zurück ins Pflanzloch bzw. an den neuen Standort setzen. Das Pflanzloch muss etwas größer sein als das Teilstück, damit die Wurzeln senkrecht in die Erde gelangen. Mit beiden Händen gut andrücken und durchdringend wässern.
  • Bei innen schon verkahlten, alten Staudenhorsten nur die äußeren Stücke wieder einpflanzen und die inneren besser auf den Kompost geben.
  • In den nächsten Wochen bei sonnigem, trockenem Herbstwetter regelmäßig wässern, damit die frisch gepflanzten Stauden schnell und gut einwurzeln und somit problemlos durch den Winter kommen.

Lockere Wurzelballen mit den Händen auseinanderziehen

Große, fest verwachsene Ballen mit einem scharfen Spaten durchtrennen

Die Teilstücke an verschiedene Standorte setzen

Stauden und Blumenzwiebeln

Weitere Themen

Neben dem Herbst ist das Frühjahr eine geeignete Zeit, um Stauden zu pflanzen. Für einige Arten empfiehlt sich sogar nur dieser Termin: Gräser, Farne oder spätblühende Stauden wie z.B. Herbstchrysanthemen sollten erst übers Jahr gut einwurzeln können, bevor sie in den ersten Winter gehen.

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Bevor die ersten Stauden mit dem Austrieb beginnen, sollte im Staudenbeet „aufgeräumt“ werden. Die stehengbliebenen Pflanzenreste des Vorjahrs müssen nun entfernt werden, um Raum, Licht und Luft für den Neuaustrieb zu schaffen. Sie haben über den Winter ihren Zweck erfüllt: Vögel ernährt, Insekten beherbergt, die Staude vor Frost geschützt und nicht zuletzt den winterlichen Garten geziert.

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Im Frühherbst ist für die meisten Stauden die ideale Zeit zur Pflanzung. Die Pflanzen haben das oberirdische Wachstum weitgehend abgeschlossen und vertragen jetzt einen Standortwechsel viel besser, als dies während der Vegetationszeit der Fall wäre. Zudem ist der Boden jetzt noch warm, so dass die Pflanzen schnell anwachsen und bis zum Winter gut eingewurzelt sind.

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