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Obstgehölz 'Bayern-Kiwi'

(Actinidia arguta) 1 Paar (männl. + weibl.)
Obstgehölz 'Bayern-Kiwi'
Obstgehölz 'Bayern-Kiwi'
(Actinidia arguta) 1 Paar (männl. + weibl.)
CHF 48.00alle Preise inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten
Lieferbar ab Mitte März (während der Pflanzsaison), jetzt bestellbar

Allgemeine Informationen

Kiwifrucht (Actinidia chinensis).

Die Bayern-Kiwi wird auch als „Chinesische Stachelbeere“ bezeichnet, allgemein gebräuchlich ist aber der neuseeländische Name Kiwi. Von China aus gelangte sie über Australien nach Neuseeland und schließlich nach Europa

Frucht:

Unbehaart, glattschalig, etwa stachelbeergroß, Reife ab Anfang Oktober. Kräftiges Wildfruchtaroma, hervorragende Frischfrucht; die Schale kann mitgegessen werden. Auch für Marmelade, Gelee, Saft oder Bowle.

Pflanze:

Wüchsige Schlingpflanze mit dekorativen Blättern, rankt an Spalier oder Pergola 2–3 m hoch. Duftende, cremefarbene Blüten im Spätfrühling, kaum spätfrostgefährdet. Schöne gelbe Herbstfärbung.

Ansprüche an Standort und Klima:

Geringe Bodenansprüche, bevorzugt windgeschützte, sonnige Lagen. Verträgt Temperaturen bis -30 °C. Widerstandsfähig und robust, Krankheiten und Schädlinge sind nicht bekannt.

Von Halb- und Hochstämmen – die Terminologie der Baumschule.

Alle Kultursorten von Obstbäumen entstehen durch das Aufpfropfen einer Sorte auf eine fremde Wurzel, die sogenannte Unterlage. Dieses Verfahren (die Veredelung) ist unumgänglich, da nur durch diese vegetative Vermehrung ein sortenechter Nachkomme ­gezogen werden kann. Die Veredelung erlaubt dem Baumschuler zudem durch die Wahl der Unterlage, neben der Sorte auch die Wuchsform des Baumes festzulegen. Die Stammhöhe (gemessen vom Boden bis zum untersten Kronen­ast) verändert sich zeitlebens kaum mehr, der Baum wächst nur an den Endknospen weiter.

Hochstamm.
Die ursprüngliche Wuchsform vieler alter Kultursorten auf den Streu­obst­wiesen; aufgrund der Stamm­höhe von 1,6 bis 1,8 m erlaubt sie eine zusätzliche Grün­landnutzung auf derselben Flä­che. Hochstämme sind ihrer majestätischen Größe ­wegen als Lebensraum für Vögel und Insekten von be­­sonderem ökolo­gischem Wert und in der Lage, Schatten zu spenden. Sie sind aber auch schwieriger zu pflegen und zu beernten als kleinere Baumformen und benötigen im ausgewachsenen Zustand eine Fläche von 70 bis 80 qm.

Halbstamm.
Der Halbstamm steht dem Hochstamm in Kronen­breite und Wuchs in nichts nach, jedoch ist sein Stamm nur ­1–1,2 m hoch, wodurch die ­Krone leichter zu erreichen ist. Durch Ab­schnei­den der unteren Kronen­äste kann ein Halbstamm nach und nach zu einem Hochstamm erzogen werden.

Die Hoch- und Halbstämme liefern wir als kräftige, vier- bis fünf­jährige Pflanzen. Die erste Ernte ist ­– ­richtige Pflege vorausgesetzt – etwa vier Jahre nach der Pflanzung zu erwarten. Dies kann natürlich nur ein Anhaltspunkt sein; die erste Ernte kann, bedingt durch Sortenwahl oder Umwelteinflüsse, Jahre früher oder später eintreten. Halb- und Hochstämme sind bei guter Pflege ausgesprochen langlebig: Äpfel und Quitten können bis 50, Birnen sogar 100 Jahre alt werden.

Buschbaum.
Ein Buschbaum empfiehlt sich, wenn der Platz im Garten knapp ist. Das Edelreis ­(die Sorte) ist hier auf eine schwachwachsende Unterlage veredelt, die Bäume werden nur etwa 3 m hoch bei einem Platzbedarf von ­12 bis 16 qm. Zudem tragen sie schon nach wenigen Jahren, werden in der Regel aber nur 15–20 Jahre alt.

Pflanzabstand Halb- und Hoch­stämme (und Buschbäume).
Äpfel 6–8 m
Birnen 5–7 m
­Süß­kirschen 6–9 m
­Pflaumen 4–6 m
Quitten 4–5 m (2–3 m).

Befruchtungsverhältnisse.
Einige der wichtigsten Obstarten ­(Äpfel, Birnen, Süßkirschen und andere) ­befruchten sich nicht selbst, sondern benötigen zur Fruchtbildung einen guten Pollen­spender in der Nachbarschaft (max. 200 m entfernt). Da die örtlichen Verhältnisse diesbezüglich oft schwer einschätzbar sind, kann es vorkommen, dass ein Obstbaum trotz ­Blüte ­keine Früchte trägt. Sie können dann (sofern die Platzverhältnisse das zulassen) eine geeignete Befruchtersorte in die Nähe pflanzen oder – unter beengten Verhältnissen die eleganteste Methode – eine Befruchtersorte in die Krone des Baumes hineinveredeln (lassen).

Anmerkung zur Standortwahl.
Viele Böden in Deutschland sind ohne boden­verbessernde Maßnahmen (Kalkung) zu sauer für ­anspruchsvolle Obstgehölze. Erkundigen Sie sich im Zweifelsfall bei den örtlichen Gartenbauver­einen, oder geben Sie selbst eine Bodenunter­suchung in ­Auftrag.

Alte Obstsorten und Wildobst.

Wir wissen: Nicht jede moderne Obstsorte ist schlechter als eine alte, und nicht jede alte Sorte ist per se gut. Wenn jedoch heute im Handelseinerlei die Qualität einer Sorte an Transport- und Lagerfähigkeit oder auch Einförmigkeit der Früchte gemessen wird, möchten wir lieber Kriterien wie Geschmack, Vielfalt und Eignung zur Selbstversorgung anwenden. Bei uns finden Sie ein Sortiment alter, wohlschmeckender und bewährter Obstsorten, teils echte Raritäten, aber auch früher weitverbreitete und Kennern durchaus bekannte Sorten.
Ebenfalls bieten wir eine Auswahl heimischer Wildobstarten an. Diese robusten, in der Regel recht anspruchslosen Bäume und Sträucher liefern vielfältig nutzbare Früchte für zum Teil ungewöhnliche Geschmackserlebnisse. Darüber hinaus sind sie Bienenweide und Vogelnährgehölz und – wegen der meist überreichen Blütenfülle im Frühjahr – von hohem Zierwert.

Obstgehölze für die Frühjahrspflanzung.

Jede Regel hat ihre Ausnahme, so auch die, daß die beste Pflanzzeit für Obstgehölze der Herbst ist. Bei einigen Obstarten ist die Pflanzung im Frühjahr empfehlenswerter, da sie im Jungpflanzenstadium frostgefährdet sind. Daß sich diese Pflanzen generell nur für Weinbauklimagebiete eignen, ist dennoch ein Trugschluß: robuste Sorten erlauben den erfolgreichen Anbau dieser Obstarten in ganz Deutschland. Die erste Ernte ist etwa im zweiten Jahr nach der Pflanzung zu erwarten.

Hinweis:

Die Bayern-Kiwi ist eine zweihäusige Pflanze. Um eine Befruchtung sicherzustellen, liefern wir Ihnen deshalb gleich zwei Pflanzen in einem Topf, eine männliche und eine weibliche. Beachten Sie dabei bitte: Da jede Kiwipflanze mit mehreren, sich ineinander schlingenden Trieben austreibt, sind nicht unbedingt zwei einzelne Pflanzen zu erkennen.

Lieferhinweis:

Die Gehölze werden ohne Erde (Containerpflanzen mit Erde) in Kartons verpackt und die Wurzeln mit feuchtem Stroh vor dem Austrocknen geschützt. Die Bäume können nach der Lieferung bei kühlem Wetter noch einige Tage in der geöffneten Verpackung bleiben; besser ist es, sie in Erde einzuschlagen. Bitte beachten Sie, dass das empfindliche Feinwurzelwerk auf keinen Fall austrocknen darf. Die Hochstämme kommen in einer Umverpackung aus Pappe und Folie; die Wurzeln sind in feuchtes Stroh eingeschlagen.
Jeder Lieferung liegt eine ausführliche Pflanzanleitung bei. Falls die Mengen, die wir von unserer Baumschule erhalten, nicht ausreichen, werden wir Sie über den zu erwartenden Lieferzeitpunkt informieren.

Pflanzanleitung

Produktinformation

Artikelnummer 76354

Neben der bekannten großfrüchtigen Art chinensis, die in unseren Breitengraden kaum winterhart ist, gibt es die kleinfrüchtigere Art arguta, aus der im bayerischen Weihenstephan die sehr frostharte Bayern-Kiwi ausgelesen wurde.
2 kräftige, zweijährige Pflanzen im 2-l-Container.
Höhe bei Lieferung 80–100 cm.

Kundenbewertungen

(4)
19.08.2019, Claudia W.

Keine Früchte

Auch ich habe vor einigen Jahren diese Pflanzen gekauft und seit ca. 3 Jahren Blüten an der weibliche Pflanze. Da die männliche Pflanze aber leider keine Blüten bildet, habe ich bisher keine Früchte. Außerdem sehen die Blätter ab dem Sommer immer krank oder vertrocknet aus, obwohl die Pflanzen doch angeblich anspruchslos und unempfindlich sein sollen.. Ich habe einen recht grüßen Garten und sonst keine Probleme (außer mit einer Fuchsie, die ich letztes Jahr hier gekauft habe). Ich werde bei Manufactum keine Pflanzen mehr bestellen, denn dafür ist mir mein Geld zu schade.

24.09.2014, Christine Fehr

Nur männliche Pflanze erhalten

Meine Bayernkiwi habe ich vor 4 Jahren erworben. Sie blühte schon 2x reichlich, aber letzten Frühling habe ich festgestellt, dass nur männliche Blüten dran sind. Enttäuschend. Jetzt muss ich noch ein Weibchen pflanzen und weitere 4 Jahre auf Früchte warten.

27.03.2014, Anonym

Schöner Wuchs, blüht aber trägt nicht

Habe die Pflanze vor ca. fünf Jahren erworben. Sie blüht jedes Jahr reich, bildet aber keine Früchte. Immerhin: schöner Wuchs!

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