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    Feuerhand-Sturmlaterne. Nicht lange fackeln.

    Die Zeiten, in denen man noch eine Petroleumlampe brauchte, um des Nachts die außerhäusige Toilette (oftmals in Form eines Donnerbalkens) zu besuchen, sind in unseren Breiten längst vorüber – zum Glück. Sturmlaternen, wie die der bekannten Marke Feuerhand, sind aufgrund ihrer vielen praktischen Vorzüge aber dennoch nicht von gestern, ganz im Gegenteil. Ob auf See, beim Camping oder auch zu Hause im Garten: Die Wind und Wetter trotzenden Lampen leuchten hell, ohne zu rußen oder unangenehm zu riechen, wann immer man ohne Strom auskommen muss. Und das bei gleichzeitig enorm formschönem Äußeren.


    Das Original aus Sachsen mit eingebautem Kopierschutz.

    Seit über 100 Jahren in Deutschland gebaut. Scheinbar zum „Konsumgut“ geworden, zieht die Feuerhand weltweit den Ehrgeiz eifriger Plagiatoren auf sich – die aber alle kläglich an der technischen Intelligenz der Laterne und ihrer ausgeklügelten Luftführung scheitern.

    Den für die Verbrennung erforderlichen Sauerstoff führt sie seitlich und von oben durch ein im Rahmen verborgenes Luftsystem, und der Flamme steht dank Öffnungen in Siebplatte und Innenkamin ein zusätzlicher, von äußeren Einflüssen nahezu unabhängiger Frischluftstrom zur Verfügung, der parallel zum Glas verläuft und einen Schutz gegen seitliche Windstöße bildet.

    Das Verlöschen der Flamme wird so unter fast allen Bedingungen ausgeschlossen. Eine sehr helle Flamme verbrennt mit hohen Temperaturen das Petroleum vollständig und verhindert somit Ruß- und Geruchsbelästigung.

    Durch eine hochglänzende Feuerverzinnung ist die Laterne weitgehend rostgeschützt; sie hat einen garantiert dichten Petroleum- behälter und hitzebeständiges, stoßfestes Glas. Wir empfehlen den Betrieb mit gereinigtem Petroleum. Ersatzteile jederzeit über uns.


    Feuer frei für Feuerhand.

    Die Geschichte der Feuerhand-Sturmlaternen beginnt in den 1870er Jahren im kleinen sächsischen Erzgebirgsort Beierfeld, einem lokalen Zentrum der Klempnerei – was entgegen der landläufigen Meinung kein Synonym für Gas- und Wasserinstallateur ist, sondern ein blechverarbeitender Handwerkszweig für das Bauwesen und den Haushaltsbereich. Auch die beiden Brüder Hermann und Ernst Nier erlernten die Klempnerei und gründeten 1878 im elterlichen Haus eine Firma, die unter anderem Bergmannslampen und Stalllaternen herstellte, zunächst aufgrund der aufwendigen Arbeitsschritte und in Ermangelung passender Maschinen vollständig in Handarbeit. Ein Mitbewerber war es schließlich, der in den 1890er Jahren eine fabrikmäßige Herstellung der Lampen – speziell von Sturmlaternen – anregte und dessen Unternehmergeist die Brüder davon überzeugte, ihm ihre Firma zu verkaufen und gleichzeitig als Betriebsleiter die Entwicklung weiter voranzutreiben.

    Hermann Nier aber reizte die Selbstständigkeit offenbar mehr als das Angestelltendasein und so gründete er vier Jahre später erneut ein eigenes Unternehmen, das sich ebenfalls gänzlich der Fabrikation von Sturmlaternen widmete. Bereits im ersten Jahr meldete er eins von vielen folgenden Patenten an: eine Hebevorrichtung für das Schutzglas der Lampen – ein Prinzip, das auch bei den heutigen Feuerhand-Produkten noch Anwendung findet. Der Name jedoch entstand erst zwölf Jahre später: 1914 wurde Feuerhand als Handelsmarke geschützt und steht seither für Qualität und Kontinuität. Dabei gehörte das Unternehmen zu diesem Zeitpunkt schon zu den Großen der Branche: Angewachsen auf 180 Mitarbeiter produzierte die Firma „Hermann Nier“ im Jahr 1912 bereits eine Million Sturmlaternen pro Jahr.


     

    Feuerhand Sturmlaterne: Die feuerverzinnte Urausführung.

    Hitzebeständiges, stoßfestes Glas.
    Tankvolumen ca. 340 ml. Brenndauer ca. 20 Stunden.
    Höhe 26 cm. Gewicht 500 g.


    CHF 31,00

     

     

    Feuerhand Sturmlaterne schwarz.

    Mit schwarzer Lackschicht auf der standardmäßigen Verzinnung.
    Der zusätzliche Schutz verringert die Korrosionsneigung, die aber auch bei dem ausschließlich feuerverzinnten Modell nur eine optische Beinträchtigung darstellte.

    Hitzebeständiges, stoßfestes Glas.
    Tankvolumen ca. 340 ml.Brenndauer ca. 20 Stunden.
    Höhe 26 cm. Gewicht 500 g.

     

    CHF 47,00


    Feuerhand erobert die Welt im Sturm.

    Ihre größte Blütezeit erlebten Feuerhand-Petroleumlampen allerdings zwischen dem Ersten und dem Zweiten Weltkrieg, eine Zeit, in der die Firma „Hermann Nier“ – seit 1921 repräsentiert durch die Nachkommen des Gründers – zum Weltmarktführer avancierte. 61% des weltweiten Bedarfs an Sturmlaternen, in Zahlen acht Millionen Stück, trugen 1928 das Feuerhand-Logo – 90% davon gingen ins Ausland. Vor allem aber entstand in dieser Zeit auch eine neue Generation platzsparender und wegweisender Sturmlaternen: Die Baby-Serie, zu der auch die Nummer 276 gehört, das einzige Modell, das seit 1989 noch produziert wird.

    Aus gutem Grund: Die Feuerhand-Baby-Special, wie das Modell heißt, ist heute nicht nur optisch ein Quasi-Synonym für Sturmlaternen, sie war bereits in den 1930er Jahren so ausgereift, dass sie immer noch das Maß aller Dinge ist. Und zwar nicht nur, wenn die Zeichen auf Sturm stehen – gerade in Ländern ohne flächendeckende Stromversorgung, vor allem in Afrika und im arabischen Raum, sind sie alltägliche Nutzgegenstände geblieben. Trotz Demontage des Unternehmens nach dem Zweiten Weltkrieg, dem Neuaufbau im schleswig-holsteinischen Hohenlockstedt und mehrfachen Verkäufen der Marke ab Ende der 1980er Jahre hat sich die Feuerhand-Sturmlaterne ihren Namen und die hohen Ansprüche bewahren können.


    Set Ersatzteile Feuerhand.

    Mit diesen Original-Ersatzteilen sind Sie auf Jahre hinaus für alle Eventualitäten gerüstet.

     

    1 Ersatzglas, 1 mit Docht bestückter Brenner,
    5 zugeschnittene Ersatzdochte und 1 Verschlußschraube für den Tank der Sturmlaterne.

     

    CHF 24,80


    Bei Licht betrachtet. Die Vorteile der Feuerhand-Sturmlaterne.

    Sturmlaternen verwenden Petroleum, das gegenüber den früher für Öllampen verwendeten Ölen und Fetten eine geringere Viskosität aufweist – will meinen: weniger zähflüssig ist. Dadurch steigt es im Docht sehr viel höher und verhindert ein Verbrennen des Dochts aufgrund mangelnden Treibstoffnachschubs. Gegenüber Kerzen sind Petroleumlampen außerdem deutlich heller und günstiger im Betrieb. Und – zumindest im Falle der Sturmlaternen und geschützt durch den hitzebeständigen Glaszylinder – erlöschen sie nicht gleich beim geringsten Luftzug. Eigentlich erlöschen sie gar nicht. Außer man hebt das Glas an und pustet sie aus.

    Um der Flamme trotzdem den benötigten Sauerstoff für die Verbrennung zukommen zu lassen, arbeitet eine Feuerhand-Petroleumlampe mit einem ausgeklügelten Belüftungssystem: Die verbrauchte Luft zieht über den Kamin ab, während der Frischluftstrom durch separate Öffnungen über die Seitenrohre von oben durch den Fuß der Laterne zugeführt wird. Dadurch wird die Luft bereits leicht angewärmt, was eine bessere Lichtleistung zur Folge hat. Die Konstruktion des Brenners und die des Glases fördern zudem eine gleichmäßig verteilte und konstante Luftbewegung im Inneren der Lampe – so werden sowohl ein Steigen und Flackern der Flamme als auch das Rußen und Erlöschen effizient verhindert.

    Zu guter Letzt ist das bei Feuerhand-Sturmlaternen verwendete Borosilikatglas von Schott nicht nur extrem temperaturbeständig – weder extreme Hitze noch ein plötzlicher Schock durch kalten Regen sind ein Problem – auch gegen Schläge ist es gefeit. Über 250 Millionen verkaufte Lampen sprechen vermutlich für sich. Egal ob in der galvanisch verzinkten Variante oder schwarz lackiert – wir sind sicher: Einmal verwendet, sind auch Sie Feuer und Flamme.

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