Handaufzugwerk ETA 2801-2 (17 Steine, Werkhöhe 3,4 mm, Ø 25,6 mm, 28.800 Halbschwingungen, 42 Stunden Gangreserve). Zifferblatt Silber, Indexierung schwarz; Zeiger gebläut. Saphirglasabdeckung, gewölbt. Gehäuse und sechsfach verschraubter Gehäuseboden aus poliertem Edelstahl. Gehäusehöhe 9 mm, Ø 40 mm, druckfest bis 5 bar. Schwarzes Kalblederarmband mit Edelstahl-Dornschließe, Breite 20 mm. Gewicht mit Armband 64 g.
Marine-Armbanduhr von Stowa. Mit Zifferblatt aus massivem Silber.
Diese Armbanduhr der alteingesessenen Pforzheimer Uhrenmarke Stowa ist eine Reminiszenz an eine alte Marine-Taschenuhr. Sie steht somit in der Tradition der Decks- und Beobachtungsuhren, die von jeher ganz besondere Anforderungen an Ganggenauigkeit und Ablesbarkeit stellten.
Die hier angebotene, in kleiner Stückzahl produzierte Ausführung unterscheidet sich von der „herkömmlichen“ Stowa Marine-Armbanduhr durch das in der Herstellung aufwendige Zifferblatt aus massivem Silber: Es wird zuerst perfekt poliert und glasperlengestrahlt (Körnung 50 µm), wodurch die Oberfläche einen matten Glanz erhält. Anschließend feinversilbert und zum Oxidationsschutz zaponiert, wird zuletzt im Tamponverfahren der Zifferblattaufdruck aufgebracht.
Die Stahlzeiger sind kornblumenblau gebläut, also bei einer Temperatur von 300 °C angelassen, wodurch sich an der Oberfläche Magnetit bildet und diese eine dauerhaft tiefblaue Farbe annimmt. Sie kommen von Universo, einem 1909 gegründeten Schweizer Zeigerhersteller, der Stowa schon Ende der 1920er Jahre – zu Zeiten des Gründers Walter Storz – belieferte. Der Kontrast der gebläuten Zeiger mit dem silbernen Zifferblatt ist nicht nur sehr ausgewogen und schön anzusehen, er macht die Uhr auch außerordentlich gut ablesbar.
Für den genauen Gang sorgt das seit Jahrzehnten bewährte, robuste und langlebige Handaufzugwerk ETA 2801-2. Da es eine geringere Werkhöhe als das bei der Normalversion der Uhr verbaute ETA-Automatikwerk 2824-2 besitzt, ist der sechsfach verschraubte Gehäuseboden nicht gewölbt, sondern schließt – was eher ungewöhnlich ist – flach mit dem Gehäuse ab.
Stowa. Pforzheim.
Stowa wurde 1927 von Walter Storz in Hornberg im Schwarzwald gegründet, im Dunstkreis der väterlichen Großuhrenfabrik. 1935 siedelte der Betrieb nach Pforzheim und zählt damit zu den großen Marken dieses alten Uhrenstandortes. 1996 übernahm der Uhrmacher Jörg Schauer, der sich seit vielen Jahren auch mit seiner eigenen Marke einen Namen gemacht hat, das Unternehmen von Werner Storz, dem Sohn des Firmengründers. Mit Hilfe von erfahrenen Meisteruhrmachern hauchte er der Marke Stowa neues Leben ein, indem er einige Uhren auflegte, die direkt an traditionelle Modelle des Hauses anknüpfen.