Feingemahlener
Senf, der sich durch
eine frische, ätherische Schärfe auszeichnet,
die fast wie Meerrettich in die
Nase zieht.
185-ml-Glas.
Senf mit Tradition. Aus Schwerte.
Diese „alltagstaugliche“ Senfsorte
kommt aus der Schwerter Senfmühle,
einem bereits seit 1845 bestehenden
Traditionsbetrieb. Als Ende
1999 der heutige Senfmüller Jörg Peisert
beim damaligen Besitzer, dem dritten
Wilhelm Adrian, neuen Senf kaufen
wollte, hatte dieser gerade beschlossen,
sich zur Ruhe zu setzen, und statt
Senf nur folgende, ruhrgebietstypisch
direkte Antwort auf Lager: „Wenn du
Senf brauchst, dann mach ihn dir gefälligst
selber!“ Peisert nahm ihn beim
Wort, kaufte ihm den Betrieb ab und
stellt seit 2000 selbst Senf her – in historischen
Mahlgängen im schonenden
Naßmahlverfahren und nach überlieferten
Familienrezepten, die ihm Wilhelm
Adrian mündlich anvertraute.
Ihre Grundlage ist der klassische mittelscharfe
Schwerter Senf aus gelber
und brauner Senfsaat, wobei die gelbe,
mitteleuropäische Senfsaat für die
Würze verantwortlich ist, während die
importierte braune Senfsaat für die
Schärfe sorgt. Beide Saaten werden
zunächst auf einem Walzenstuhl von
zwei gegenläufigen Profilwalzen geschrotet,
also zu einem groben Senfmehl
zerrissen, und mit Meersalz und
Weinessig in ein Maischefaß gegeben.
Nach einem Tag unter ständigem Rühren
ist diese Maische zum Weiterverarbeiten
bereit; mittels rund 400 kg
schwerer Granitsteine wird sie in zwei
Gängen kalt vermahlen. Durch das Zermahlen
wird der Senfschrot fein zerkleinert
und kann so mehr Flüssigkeit
aufnehmen, wodurch die Maische zum
Senf andickt. Nach dem zweiten Mahlgang
ist der Senf fertig zum mehrtägigen
Ablagern im Holzfaß, wobei er Luft
ziehen und die gewünschte Schärfe
entwickeln kann.
Für den Genuß gilt: Je frischer der Senf,
desto besser. Denn obwohl der Senf
durch Essig und Salz auf natürliche
Weise konserviert wird, verliert er im
angebrochenen Glas rasch an Schärfe.
Aus diesem Grund bieten wir ihn in
eher kleinen Gläsern an.