Schaffell wie gewachsen, mineralisch
gegerbt. Lederknöpfe, Schlaufen und
sämtliche Bänder Roßnappa. Zwei geräumige
und wärmende aufgesetzte
Pattentaschen vorn. Rückenlänge in
Größe M = 80 cm. Auch als Damenmodell knöpfbar.
Reduziert aufs Wesentliche. Die Details.
Ihrem Bestimmungszweck folgend wird
die halblange Schaffelljacke zweireihig
geknöpft. Die Knöpfe – es handelt sich
um Spezialanfertigungen – sind wie
beim Original aus Roßnappaleder sorgsam
handgerollt; sie werden von außen
nach innen durchgezogen und fest verknotet.
Auch die Knopfschlaufen sind
aus Roßnappa handgearbeitet.
Der sehr großzügig geschnittene Fellkragen
ist mit einem knöpfbaren Halsriegel
gearbeitet und kann bei Eiseskälte
und als Ersatz für die Mütze auch bis
über die Ohren hochgeschlagen getragen
werden. Bänder aus demselben
Leder verstärken die Knopfleisten und
Kanten an Ärmeleinfassungen und
Rumpf – Verschleiß ist auch bei jahrzehntelangem
Gebrauch nur wünschenswerte
Patina.
Natürliche Wärmedämmung: offene Locke. Schaffelljacke.
Seinen Ursprung hat dieses Kleidungsstück
in einer Zeit, als das Auto noch
mehr Ähnlichkeit mit einer Kutsche hatte
und die Pioniere der Luftfahrt ihre Maschinen
in offenen Cockpits steuerten.
Ohne die entsprechende Schutzkleidung
konnte man sich dem schwerlich aussetzen
– so fand die (immer etwa mittellang
geschnittene) Schaffelljacke ihren
Weg hinters Steuer: Derart bekleidet
waren Piloten und Passagiere vor jeglichen
Unwettern gefeit und trotzdem in
ihrer Bewegungsfreiheit kaum eingeschränkt.
Selbst bei Frost und eisigen Winden
hält das weiche Fell – mit offener Locke
und einer Haarlänge von beachtlichen
15 mm – noch wirklich warm. Die robuste
lederne Außenseite trotzt Regen,
Schnee und Hagelschauern und widersteht
bei einem winterlichen Marsch
durch die freie Natur auch einmal dem
Kontakt mit dornigem Buschwerk – das
ganz ohne die bei Wetterschutzkleidung
sonst übliche Zugabe von Synthetik
und Kunstfaser.
Das Schaffell wird wie gewachsen verarbeitet.
Wir beziehen es aus einer kleinen
Gerberei in Großbritannien, wo das
Leder mineralisch – mit dem typischen
„oily finish“ – gegerbt und dunkelbraun
durchgefärbt, aber die Fellseite nur
wenig heruntergeschoren wird. Jedes
Stück ist ein Unikat. Die weitere hochwertige
Verarbeitung übernimmt für uns
eine Lederschneiderei aus dem Sauerland,
spezialisiert auf Jagdfunktionskleidung.
Das Modell ist nach einem
historischen Fundstück aus den 1920er
Jahren entstanden.