Nach allen Regeln der Kunst.
Holz arbeitet, bei Feuchteunterschieden quillt oder schwindet es und neigt, wenn es geleimt wird, unter Umständen dazu, buchstäblich „aus dem Leim zu gehen“. Leim wird hier auch verarbeitet, ist bei diesem Backbrett aus dem unempfind- lichen, recht harten Holz des Ahornbaums aber nicht das einzige – und auch nicht das entscheidende – Mittel zum Zusammenhalt. Dabei ist das Brett aus drei Teilen zusammengesetzt: aus einer querlaufenden Vollholzfläche, die zu beiden Seiten in je eine Hirnleiste eingefaßt ist, und zwar derart, daß das Querholz sich bei „Dimensionsveränderungen“ (wenn es quillt oder schwindet) in den Leisten buchstäblich bewegen kann, dabei weder reißt noch sich verformt. Das gelingt mit den recht einfachen Mitteln tradierten tischlerischen Fachwissens und einer handwerklichen Holzverbindung. Die Hirnleisten sind hohl als gespundete Fuge ausgeführt (eine Art der Verarbeitung, die häufig fälschlicherweise als „Nut und Feder“ bezeichnet wird) und lediglich in der Mitte mit dem querlaufenden Holz verbunden, zu diesem Zweck werden verdeckt gearbeitete Zapfen eingebracht, die (auf Spannung) schräg verdübelt – und eben verleimt werden. Das hält ewig und ist so ordentlich gemacht, daß Mehlstaub sich kaum in den Fugen festsetzen kann. Daß das Holz arbeitet, wird man gelegentlich daran sehen, daß die seitlichen Hirnleisten einmal über den Rand des Querholzes hinaus oder dahinter zurückstehen – was aber kein Anlaß zur Sorge ist, sondern Zeichen der funktionierenden Holzverbindung.
Ein echtes Backwerkzeug.
Unser Backbrett ist mit nur einer Anschlagleiste vorn gearbeitet, nach hinten ist es offen, um beim Hantieren mit dem Teigroller die gesamte Fläche nutzen zu können, wenn z.B. ein Strudelteig hauchdünn ausgearbeitet werden soll oder, in der Adventszeit, Butterplätzchen auszustechen sind. Die Holzoberfläche ist roh belassen, sie wird in mehreren Durchgängen fein geschliffen, ansonsten aber nicht weiter behandelt. Fachgerecht wird das gesamte Brett noch einmal gewässert, bevor der abschließende Schleifgang erfolgt – nur so richten sich auch letzte im Material verbliebene Holzfasern noch auf und können vollständig mit abgetragen werden. Die Holzoberfläche wird dadurch geradezu handschmeichlerisch glatt, sie muß aber im Gebrauch immer mit etwas Mehl bestäubt werden.
Das Backbrett kann bei Nichtgebrauch noch platzsparend im Küchenschrank verstaut werden. Es kommt von der Zollernalb. Ahornholz unbehandelt. Materialstärke 18 mm. Höhe 4,5 cm, Breite 54,5 cm, Tiefe 44 cm. Gewicht 2,7 kg. » Backbrett Ahornholz mit Hirnleisten... 172,00 SFR
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