Der Bericht über das „Abrißgeschäft auf sächsische Art“ hat ein vielfältiges Leserecho ausgelöst, darunter auch die Einladung des Görlitzer Oberbürgermeisters Joachim Paulick an den Verfasser des Artikels, sich vor Ort ein aktuelles Bild davon zu machen, welche Anstrengungen man in Görlitz unternimmt, um den im Artikel beschriebenen Mißständen zu begegnen. So hat man das Stadtgebiet in verschiedene Planungszonen gegliedert, und in der Kernzone werden weder jetzt noch in absehbarer Zukunft Altbauten entfernt.
Dreh- und Angelpunkt bei der Erhaltung historischer Bausubstanz ist allerdings auch in Görlitz die weitere Nutzung der Gebäude. Wie in vielen anderen Städten im Osten Deutschlands stößt man dort immer wieder auf ziemlich marode Zinshäuser, die zwar auf ihre Sanierung warten, aber als Investitionsobjekt oder als eigener Wohnraum noch von niemandem entdeckt wurden. Dabei zeigt sich die Stadtverwaltung laut eigener Verlautbarung sehr entgegenkommend, wenn jemand so ein altes Haus erwerben und renovieren möchte. Der Einstieg sei bei einem gründerzeitlichen Mehrparteienwohnhaus bereits ab 5.000 Euro möglich, dazu kommen laut Stadtverwaltung noch die Sanierungskosten von höchstens tausend Euro je Quadratmeter Wohnfläche.
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