Gußeisen, emailliert. 2 Kochfelder mit je
33 cm Ø. Oberes Backrohr 49 l, unteres
Backrohr 32 l. Brennkammer 36 l, für
Holzscheite max. L 45 cm x 18 cm Ø.
H 90 x B 90,5 x T 66 cm.
Gewicht 320 kg.
Herdglut und Ofenwärme aus Holz. Die Esse-Kochmaschine.
Die bekannten, in den 1950er Jahren noch aktiven, (und heute als Antiquität begehrten) weiß emaillierten Eisenherde waren keineswegs die Spitze dessen, was der Ofenbau in der vorelektrischen Zeit zu kochtechnischen Zwecken geleistet und entwickelt hat. Sie waren eher simpel: mit einer Flachfeuerung direkt unter der eisernen, meist mit Ringöffnungen versehenen Herdplatte. Der technische Höhepunkt war bereits einige Jahrzehnte zuvor erreicht, mit den berühmten, stark isolierten Wärmespeicherherden oder Kochmaschinen. Der wesentliche Unterschied:
Das aus Holz oder Kohle erzeugte Feuer kommt nicht direkt mit dem Kochgeschirr in Kontakt, sondern erwärmt über die heißen, zirkulierenden Gase, die durch intelligent konstruierte Züge geführt werden, die Kochflächen und Backrohre. Das bewirkt eine erheblich bessere Energieausnutzung und ermöglicht durch unterschiedliche Wärmezonen eine optimale Kontrolle und Regulierung der für die unterschiedlichen Garungstechniken (Braten, Backen, Sieden, Warmhalten, Köcheln) jeweils notwendigen Hitze.
Einer der wenigen Repräsentanten dieser weithin verfallenen vorelektrischen Intelligenz kommt Ihnen hier entgegen: Der seit 1905 gebaute und ständig weiterentwickelte englische Esse- Wärmespeicherherd Woodburner. Er ist in erster Linie eine Kochmaschine. Der Ironheart – vorrangig ein Heizofen, dennoch mit Kochfunktionen – speichert die Wärme nicht im Inneren, sondern strahlt sie über seinen gußeisernen Korpus in den Raum ab, wodurch er eine angenehme, wohltuende Strahlungswärme liefert. Sowohl der Woodburner als auch der Ironheart erfüllen die Anforderungen der DIN 18891, sie können also nach Rücksprache mit Ihrem Bezirksschornsteinfeger von jedem Installateur angeschlossen werden. Dank patentierter Nachverbrennungstechnik läuft der Brennvorgang sehr sauber und abgasarm ab. Die geräumigen Brennkammern beider Modelle sind mit Schamottesteinen ausgekleidet und nehmen Scheithölzer bis 45 cm Länge auf. Abgesehen davon, daß der Umgang mit ihnen ein sinnliches Vergnügen ist, liefern sie ein Unterpfand für die alltagspraktische Bewältigung von Krisenzeiten.
Der Küchenherd: Woodburner.
Die Temperatursteuerung beim Kochen und Backen erfolgt primär durch die Wahl der stets unterschiedlich heißen Kochfelder und Backrohre. Die heißere Kochplatte dient zum scharfen Anbraten und schnellen Erhitzen, während die weniger heiße für schonendes Erhitzen, langsames Köcheln, Einreduzieren und Warmhalten bereitsteht. Durch Verschieben der Töpfe und Pfannen auf den Kochfeldern kann die Temperatur fein abgestuft werden.
Auch die beiden Backrohre haben verschiedene Temperaturen: das obere, heiße, dient zum Backen und Rösten, das untere, weniger heiße zum Schmo- ren, Niedertemperaturgaren und Warmhalten. Die Strahlungshitze hat einen sehr wohltuenden Einfluß auf den Geschmack der in ihnen gegarten Speisen.
Der Betrieb.
Der Ofen kann (im Winter) im Dauerbetrieb befeuert werden, er benötigt aber auch nur eine Stunde zum Anheizen. Durch die effiziente Feuerungstechnik und die starke Isolierung verbraucht der Ofen selbst im Dauerbetrieb nur wenig Holz (oder Kohle). Bei Vollast muß nur alle 4 Stunden Holz nachgelegt werden, bei reduzierter Leistung (z.B. über Nacht) erst nach 12 Stunden. Die Verbrennung (Wirkungsgrad 82%) erfolgt ohne Rost direkt im Aschebett, im Normalbetrieb muß die Asche nur einmal pro Woche entnommen werden.
Lieferhinweis:
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