Der 13. Werkstattbericht

Registrator-Stahlblech






Bei unserer Produktsuche führen kleinste Hinweise manchmal zu ganz neuen Ansätzen. Man muß also systematisch, aber eben auch hochgradig flexibel vorgehen. Das zeigte sich zum Beispiel bei der über Jahre dauernden Suche nach einem uns wichtigen Funktions- und Systemmöbel: einem möglichst authentischen Stahlblech-Registrator.

Auch ein vertiefter Blick in das (beinah) allwissende Internet hilft da kaum: Suchbegriffkombinationen wie „Stahl“, „Registrator“ usw. veranlassen Google, auf die Registratur des Stahlinstituts hinzuweisen (ein Verzeichnis unterschiedlichster Stahlsorten), englische Suchvarianten wie „metal barrister bookcase“ führen zu Seiten, auf denen der Begriff „vintage“ (altes, historisches Exemplar) gleich daneben steht. Unseren Hersteller haben wir schließlich ganz analog gefunden, nachdem ein Gespräch mit einem Möbellieferanten, bei dem es um ganz andere Dinge ging, die Recherche in eine völlig neue Richtung lenkte.

Und so haben wir dieses ebenfalls systematische, aber eben auch hochgradig flexible Möbel endlich im Katalog. » zum Thema ...

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Länger schon sind wir auf der Suche nach schlichten und praktischen, regionalen Trinkgläsern – ausgerechnet deren zwei griffigste Vertreter erwiesen sich als schwer dingfest zu machen, zumindest in der von uns gewünschten traditionellen Form und originalen Größe. 

Pfälzer Dubbeglas

Es ist nur eine halbe Erfolgsgeschichte, wenn wir Ihnen nun hier ein echtes Schoppenglas anbieten können, das wir dank eines Lieferantenhinweises aus unserem Fahrradsortiment fanden. Die pfälzische und rhein-hessische Gastronomie kennt die Maßeinheit „Dubbeschoppe“: das ist ein halber Liter, (s)eine Formgebung findet er im pfälzischen Dubbeglas, aus dem reihum getrunken wird.

Erfunden wurde es vermutlich von den Metzgern im Südwesten Deutschlands, weil ihnen die normalen Stangengläser oft aus den noch feuchten oder fettigen Händen rutschten. Unser Lieferant versorgt eigentlich nur Gastronomen in der Pfalz mit diesem Glas, und nun auch uns. Sein hessischer Kollege dagegen nahm das echte Frankfurter „Gerippte“ aus dem Programm, weil die Gastronomie lieber mit den 0,25- und 0,5-Liter-Varianten ausschenkt. Bislang ließ er sich (noch) nicht von uns überzeugen, das „Ur-Gerippte“ (mit 0,3 Litern Fassungsvermögen) wieder aufzulegen, also suchen wir weiter. Sachdienliche Hinweise wären uns gegebenenfalls einen guten Schoppen wert. » zum Produkt...

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Mobiler Küchenarbeitsplatz

Unser fahrbarer Küchenblock ist ein gutes Beispiel dafür, daß es für unsere Einkäufer mit dem Finden eines guten Dings noch lange nicht getan ist. Den Markt beherrschen Varianten von einfachst bis luxuriös, von „underdressed“ bis „overdressed“, hier die richtige Mitte zu finden war unser Ziel. Das ursprüngliche Modell seines slowenischen Herstellers war durchaus beeindruckend und kam unserer Absicht recht nahe, aus diesem mittlerweile entweder zum wackligen Küchenknecht oder zum raumbeherrschenden Renommierobjekt mutierten Gegenstand wieder ein echtes Werkzeug zu machen, das es eigentlich ist. Dazu bedurfte es allerdings noch einiger Entwicklungsarbeit: Aus der einfachen Arbeitsplatte wurde eine solche aus 12 cm starkem Ahorn-Hirnholz – das Holz der Wahl auch in Metzgereien –, als Griff dient nun ein solcher aus Vollaluminium, und bewegen läßt sich das Gerät auf stahlumwehrten Rollen. » zum Produkt...

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Teppichkehrer Stahlblech

„Der Dackel stirbt aus“, titelte die FAZ im Frühjahr 2007.
Glücklicherweise erwies sich der Dackel bald als Ente und die Zucht-
verbände wiesen darauf hin, daß der gedrungene Dachshund zwar seltener geworden, im Kernbestand aber keineswegs gefährdet sei.
Beim „Teppichdackel“ sah das eine ganze Weile anders aus:
Das lange von uns angebotene, klassische Modell des mechanischen Teppichreinigers aus dem Hause Leifheit mußte einer futuristisch-überzüchteten Version weichen und verschwand deshalb aus unserem Sortiment.

Wir haben lange nach Ersatz gesucht, denn so wie der erste elektrische Staubsauger 1907 in Sachen Haushaltsgerät den Anfang eines energiehungrigen Jahrhunderts markiert, wirkt der altgediente mechanische Teppichreiniger fast 100 Jahre später wie ein Symbol für den Beginn eines neuen, energiebewußten.

Er verlangt nicht mehr als Muskelkraft, ist schnell bei der Hand, und was den erzeugten Lärm angeht, steht er bei den Bodenreinigungsgeräten an dem einen Ende einer gedachten Skala, deren anderes vom motorisierten Laubpuster besetzt ist: Der „Teppichdackel“ ist ein ganz und gar zeitgemäßes Haushaltsgerät. Um so schöner, daß sich nun in Spanien doch noch ein Hersteller fand, der ihn in klassischer Form und Funktion anbietet.  » zum Produkt ...

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Herrenjacke Hirschleder und Wollwalk

Mit traditionellen Techniken gefertigte Materialien und Stoffe wiederzubeleben und sie in selten gewordenen Kombinationen einzusetzen, das gehört zum Charakteristikum unseres Bekleidungssortiments. Mittlerweile stellen wir es Ihnen – jenseits unseres Warenkataloges und der Winter- und Frühjahrskataloge – mit zwei eigenen Katalogen pro Jahr vor. Viele unserer Konfektionäre unterstützen uns in unserem Ansatz und beteiligen sich mit Vorschlägen, über die Jahre sind so sehr kreative Kooperationen entstanden. Auf solch kurzem Weg kam es denn auch zur Idee für die Materialkombination aus altsämisch gegerbtem Hirschleder und Walkstrick für eine Herrenjacke. Geschneidert wird das schöne Stück von einem im Umgang mit Leder wirklich erfahrenen Betrieb in Köln.

Das im „Urverfahren“ altsämisch gegerbte Hirschleder stammt aus einer der allerletzten Gerbereien in Deutschland, die dieses aufwendige, sich über ein Jahr hinziehende Verfahren überhaupt noch beherrschen. Der Walkstrick kommt aus Tirol von einem 1926 gegründeten Unternehmen, dessen Filz- und Walkstoffe auch in der Haute Couture begehrt sind und das seine Fertigungsgeheimnisse wie einen Augapfel hütet. Einer der Qualitätsfaktoren, soviel können wir verraten, ist die Verarbeitung der Schurwolle im Walkprozeß mit natürlichem Quellwasser. Aber nicht nur deswegen wirkt unsere Jacke taufrisch.
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